Tokio (JAPANMARKT) – Einst wollte Volkswagen zusammen mit Suzuki den lukrativen Automarkt in Indien erobern. Nun kommt dort der VW-Rivale Toyota zum Zug.

Mehr Hybridautos für Indien

Toyota und Suzuki haben eine Rahmenvereinbarung zur gegenseitigen Belieferung mit Hybrid- und anderen Fahrzeugen in Indien getroffen. Suzuki liefert den Baleno und den Vitara Brezza an Toyota, Toyota liefert den Corolla an Suzuki.

Toyota und Suzuki wollen nach eigenen Angaben auf diese Weise den indischen Automobilmarkt beleben und ihre Produkte und Dienstleistungen für die Kunden verbessern. Details wollen die beiden Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Toyota und Suzuki hatten sich vor knapp einem halben Jahr darauf verständigt, eine gemeinsame Struktur für die Einführung von Elektroautos in Indien bis 2020 zu finden. Aus der jetzigen Vereinbarung lässt sich daher schließen, dass die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen Fortschritte macht.

Dominanz von Maruti-Suzuki

Dahinter steckt wohl auch die Einsicht von Toyota, dass man mit eigenen Anstrengungen in Indien weniger vorwärts kommt als in der Zusammenarbeit mit dem dominanten Marktführer Maruti-Suzuki. Dabei handelt es sich um ein Jahrzehnte altes Gemeinschaftsunternehmen von Suzuki mit dem Staatsunternehmen Maruti, das etwa jedes zweite Auto in Indien ausliefert.

Bauteile für die Fahrzeugmodelle wollen beide japanischen Unternehmen so weit wie möglich lokal beziehen. Denn Premierminister Narendra Modi verlangt im Rahmen seiner Initiative „Make in India“, dass ausländische Unternehmen mehr Teile ihrer Angebote vor Ort in Indien produzieren.

Foto: Chaotischer Verkehr in Indien (flickr/Lingaraj GJ CC BY 2.0)