Tokio (JAPANMARKT) – Die Universität Tokio gilt seit langem als Japans beste Universität. Nun zieht die ewige Rivalin aus Kyoto gleich.

Nationale Universitäten vorn

Beide Hochschulen stehen diesmal in einer ausländischen Rangliste der japanischen Universitäten gemeinsam auf dem ersten Platz. In der Vergangenheit lag die Universität Tokio – in Japan Todai genannt – praktisch immer vor der Universität Kyoto (allgemein als Kyodai abgekürzt). Die Rangliste wurde von der Fachzeitschrift Times Higher Education (THE) zusammen mit dem japanischen Bildungsspezialisten Benesse, weltweiter Betreiber der Berlitz-Schulen, erstellt (die ganze Rangliste steht hier).

Die Universität Kyoto sprang vom dritten Platz im Vorjahr auf die Spitzenposition. Dadurch fiel die Universität Tohoku vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Den fünften bis achten Platz belegen vier weitere nationale Universitäten: Nagoya, Osaka, Kyushu und Hokkaido. Die Keio University ist die beste private Universität des Landes und die einzige private Institution, die es in die Top 10 geschafft hat. Auf Platz 4 steht das Tokyo Institute of Technology und auf Platz 9 die Universität Tsukuba.

Globale Ausrichtung bewertet

Die Wertung von THE und Benesse beruht unter anderem auf den Ressourcen der Universitäten, dem zahlenmäßigen Verhältnis von Personal zu Studierenden, den Publikationen und Forschungsergebnissen ihrer akademischen Mitarbeiter, Stipendien und der Durchschnittsnoten ihrer Studienanfänger bei der nationalen Eintrittsprüfung.

Aber auch die Internationalisierung der Lehranstalten wird berücksichtigt. Dabei geht es etwa um den Anteil ausländischer Studierender und Mitarbeiter jeder Universität, die Anzahl der Studierenden in internationalen Austauschprogrammen und die Anzahl der Kurse, die in einer anderen Sprache als Japanisch unterrichtet werden.

Foto: Universität Kyoto (Wikipedia CC BY SA 4.0)