Tokio (JAPANMARKT/fr) – Bitzer aus Sindelfingen will in den nächsten Jahren zum regional führenden Anbieter in seiner wichtigsten Produktgruppe in Japan werden. Dieses Ziel verkündeten die Deutschen anlässlich eines runden Jubiläums.

Zehnjähriges Jubiläum in Japan

Seit zehn Jahren ist Bitzer in Japan vertreten: Ende 2007 wurde die japanische Tochtergesellschaft in Tokio aus der Taufe gehoben. Fünf Jahre später verlagerte man den Hauptsitz nach Osaka. Anfang 2015 folgte die Eröffnung eines Vertriebsbüros in der Hauptstadt Tokio (JAPANMARKT berichtete).

„Die positive Entwicklung der vergangenen zehn Jahre zeigt, dass die Entscheidung zur Gründung der Tochtergesellschaft absolut richtig war“, betonte Ferdinand Spannan, Managing Director von Bitzer Japan bei der Jubiläumsfeier. Nun strebten die Deutschen die Führung im noch jungen Markt für Hubkolbenverdichter in Kohlendioxid-Verbundanlagen an.

„Japan ist nicht nur wirtschaftlich ein sehr interessanter Markt, sondern auch technologisch“, erklärte Spannan. Viele Anbieter in ganz Asien orientierten sich an japanischen Lösungen. Bitzer könne mit seinem umfangreichen Portfolio an Hubkolben-, Schrauben- und Scrollverdichtern sowie Verflüssigungssätzen jeweils eine passende Lösung bieten. Als Beispiel nannte er die Verwendung von Kohlendioxid-Wärmepumpen zur Warmwasserbereitung.

Enge Kooperation mit Deutschland

In den vergangenen zehn Jahren habe sich Bitzer in Japan ein Image als Hersteller von hochwertigen Verdichtern und als verlässlicher Partner erarbeitet, teilte das Unternehmen mit. Dank des Tochterunternehmens hätte man tiefe Einblicke in die Wünsche und Anforderungen der Anwender vor Ort erhalten, sagte Spannan. Dies habe das Produktdesign der nächsten Generation von Verdichtern und Verflüssigungssätzen beeinflusst.

Bitzer Japan ist eng mit der Anwendungstechnik der eigenen Kompetenzzentren für Hubkolbenverdichter im sächsischen Schkeuditz und für Schraubenverdichter in Rottenburg vernetzt. Diese Kommunikation mit Deutschland zahle sich aus: „Obwohl die großen japanischen Anlagenhersteller die verwendeten Verdichter in eigenen Werken fertigen, haben wir das Potenzial bei technologisch anspruchsvollen Anwendungen erkannt und genutzt“, sagte Geschäftsführer Spannan.

Die Bitzer-Firmengruppe ist der weltgrößte unabhängige Hersteller von Kältemittelverdichtern. Mit Vertriebsgesellschaften und Produktionsstätten für Hubkolben-, Schrauben- und Scrollverdichtern sowie Wärmetauschern und Druckbehältern ist Bitzer global vertreten. 2017 erwirtschafteten 3.500 Mitarbeiter einen Umsatz von 740 Millionen Euro.

Foto: Bei der traditionellen Sakezeremonie zur Eröffnung der Jubiläumsfeier (von links nach rechts): Rainer Große-Kracht (Bitzer CTO), Seiichiro Chigusa (Präsident Nissin Refrigeration & Engineering Ltd.), Gianni Parlanti (Bitzer CSMO) und Ferdinand Spannan (Managing Director Bitzer Japan) (Bitzer)