Tokio (JAPANMARKT) – Japans größter Autobauer Toyota erwartet einen leichten Rückgang des Nettogewinns im neuen Geschäftsjahr. Verantwortlich dafür ist vor allem der feste Yen.

Rekordergebnis für 2017

Gegenüber dem Vorjahresrekord soll der Nettogewinn um 15 Prozent auf 2,1 Milliarden Yen (16,4 Milliarden Euro) zurückgehen. Die Einnahmen sollen um 1,3 Prozent auf 29 Billionen Yen (224,8 Milliarden Euro) sinken.

Im Vergleich zum Vorjahr basiert diese Prognose auf einem um 5,4 % verteuerten Yen zum Dollar. Toyota exportiert mehr als die Hälfte seiner Japan-Produktion ins Ausland. Durch den Export und die Repatriierung der Auslandserträge schrumpft bei einer Aufwertung der in Yen bilanzierte Ertrag.

Parallel erwartet Toyota einen Rückgang der produzierten Einheiten um 14.000 auf 8,95 Millionen. Die Zahl der verkauften Einheiten soll konzernweit um 0,6 Prozent auf 10,5 Millionen zunehmen. Das dürfte nicht reichen, um sowohl Volkswagen als auch die Renault-Nissan-Allianz zu überholen.

Profitabelster Autobauer

Allerdings kalkuliert Toyota die erste Jahresprognose traditionell sehr vorsichtig und korrigiert sie im weiteren Verlauf häufig nach oben. Vor einem Jahr veröffentlichte der Konzern eine ähnlich skeptische Prognose von 18 Prozent Gewinnrückgang. Dabei wäre der Gewinn das erste Mal seit 1994 zwei Jahre in Folge gesunken.

Stattdessen steigerten sich die Japaner im Gesamtjahr nun unterm Strich um acht Prozent gegenüber dem Rekord von 2015 auf ein neues Allzeithoch. Dies lag vor allem an der Verbuchung von rund zwei Milliarden Dollar aufgrund der geänderten Steuergesetzgebung in den USA.

Dagegen blieben der Betriebsgewinn von 2,4 Billionen Yen sowie die operative Marge von 8,2 Prozent im abgelaufenen Jahr deutlich unter den Zahlen von 2014 und 2015. In der absoluten Summe war Toyota jedoch der profitabelste Autokonzern der Welt und verdiente mehr als Volkswagen und Daimler.

Foto: Toyota