Tokio (JAPANMARKT) – Ein japanisches Jungunternehmen für Mikroalgen findet prominente Kapitalgeber. Es geht um Produktion eines proteinreichen Nährstoffs.

Japanische Biotechnologie

Die staatlich finanzierte Beteiligungsgesellschaft Innovation Network Corporation of Japan (INCJ) und das Handelshaus Mitsubishi Corp. investieren jeweils 850 Millionen Yen (6,6 Millionen Euro) in die Tavelmout Corporation. Dafür erhalten sie jeweils 31,4 Prozent der Anteile.

Das Jungunternehmen gehört zur Chitose Group, einer japanisch geführten Dachgesellschaft für sechs Biotechnologieunternehmen mit der Zentrale in Singapur, wurde 2014 gegründet und konzentriert sich auf die Produktion der Blaualge Spirulina als menschliche Nahrungsquelle. Diese Alge hat einen besonders hohen Gehalt an Proteinen sowie an Spurenelementen, sodass sie als „Superfood“ gilt.

Blaualgenteiche am Berg Fuji

Tavelmout kultiviert die Blaualgen in der Nähe des Vulkans Fuji und verarbeitet ihre Nährstoffe mithilfe eines besonders schonenden Gefriertrockungsverfahrens, das der Laborarm der Chitose Group entwickelt hat. Nach dem Auftauen kann man das proteinreiche Algenpulver einfach in Getränke, Joghurt oder Dressing rühren, da es weder einen Geruch noch einen eigenen Geschmack hat.

Traditionell wachsen Algen in offenen Teichen heran, da sie allein Sonnenlicht als Energiequelle brauchen. Tavelmout hat nun einen geschlossenen, flachen Photobioreaktor zur Massenkultivierung der Algen entwickelt. Die Proteinerzeugung dieses Reaktors soll nach eigenen Angaben 20 Mal besser als beim Sojabohnenanbau sein. Bislang gelten Sojabahnen als die effizienteste Proteinquelle.

Foto: Photobioreaktor von Tavelmout (Chitose Group)