Tokio (JAPANMARKT) – Die wachsende Zahl von ausländischen Touristen in Japan färbt auch positiv auf den Bildungsbereich ab, von Universitäten bis zu Berufsfachschulen.

Attraktives Studium

Nach Angaben der Japan Student Services Organization ist die Zahl der ausländischen Studenten von 160.000 im Jahr 2012 auf über 260.000 im vergangenen Jahr gewachsen. Davon studierten rund 100.000 in der japanischen Hauptstadt.

Die Finanzzeitung Nikkei hat beobachtet, dass die ausländischen Studenten nicht nur für Japan typische akademische Fächer wie Maschinenbau und Informationstechnik wählten, sondern auch handwerklich orientierten Berufsfeldern nach Japan kämen.

Konkret nannte die Zeitung das Hotel- und Gastgewerbe und den Mode- und Kosmetikbereich. Anscheinend vermitteln japanische private Berufsschulen wie die „Japan Hotel School“ und die „Tokyo Mode Gakuen“ Fachwissen, das woanders schwer zu bekommen ist.

Gute Japanisch-Kenntnisse

Dabei müssen die ausländischen Studenten einiges auf sich nehmen, um an solchen Schulen lernen zu dürfen: Erstens machen viele Schulen keinen Unterschied zwischen Japanern und Ausländern, so dass diese vorher die Sprache gründlich erlernen müssen.

Zweitens verlangen solche Schulen als private Bildungseinrichtungen hohe Studiengebühren. Die Größenordnung liegt nicht selten bei jährlich deutlich über 1 Million Yen (7.700 Euro). Verglichen mit einer Hotelfachschule in der Schweiz ist die japanische Ausbildung im Hotel- und Gastronomiebereich allerdings deutlich günstiger.

Drittens müssen auch die hohen Lebenshaltungskosten in Tokio, darunter die teuren Mietpreise, finanziert werden. Viele ausländische Studenten haben deshalb neben ihrem Studium noch Aushilfsjobs. Mit ihrem Visum dürfen sie bis zu 20 Stunden wöchentlich legal arbeiten.

Foto: Übung an der Hotelrezeption (© Japan Hotel School)