Tokio (JAPANMARKT) – Eine Gruppe von japanischen Autobauern und Zulieferern entwickelt gemeinsam die Antriebsstränge der Zukunft. Damit will man international mithalten.

Übertragung der Motorkraft

Toyota, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Honda, Nissan, Isuzu, Suzuki, Subaru, Daihatsu, Mazda und Mitsubishi Motors – alle neun Autobauer Japans von Rang bilden das Fundament der Transmission Research Association for Mobility Innovation (TRAMI), die Mitte Mai offiziell ins Leben gerufen wurde. Dazu kommen die Getriebehersteller Jatco und Aisin AW.

Laut der Finanzzeitung „Nikkei“ bildete sich die Entwicklungsgruppe aufgrund der wachsenden Sorge vieler Fahrzeughersteller, dass sie im Wettbewerb mit China und Deutschland zurückfallen könnten. Bisher entwickeln die Autobauer ihre Getriebe und Antriebsstränge selbst. Aber in Hybridmotoren ist die Verteilung und Übertragung der Motorkraft aufwändig und kompliziert.

Zweite Branchenkooperation

Der einzelne Autobauer ist damit überfordert, diese Systeme alleine zu entwickeln und zu optimieren. Jedes Unternehmen stellt rund zehn Ingenieure an TRAMI ab. Entweder sie entwickeln neue Kerntechnologien selbst oder vergeben einzelne Forschungsaufträge an japanische Universitäten. Die Kooperation hat bereits ein Vorbild: Vor vier Jahren gründeten die Autobauer eine Entwicklungsgruppe für Verbrennungsmotoren.

Die Zukunft der Autoindustrie wird zwar elektrisch sein, aber für eine lange Übergangszeit werden die Fahrzeughersteller weiter den Verbrennungsmotor benutzen. Doch sowohl die Motoren selbst als auch die Antriebsstränge müssen effizienter werden, damit die Fahrzeuge weniger Kraftstoff verbrauchen und die weltweit verschärften Abgasnormen erfüllen können.

Foto: Getriebe von Jatco (Wikipedia CC0)