Tokio (JAPANMARKT) – Sensoren, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge sollen die Gesundheit von Hauskatzen in Japan überwachen – mithilfe eines speziellen Urinals.

Urinanalyse in Katzentoilette

Die elektronisch aufgerüstete Katzentoilette für knapp 28.000 Yen (215 Euro) enthält Sensoren, die das Gewicht der Katze ermitteln und den Urin analysieren können. Die Daten werden über eine Schnittstelle ins Internet übertragen und dort von einem Algorithmus analysiert. Katzen sind generell anfällig für Erkrankungen der Nieren und Harnblase.

Das Urinal wird von Sharp produziert. Der Algorithmus wurde mithilfe von Katzendaten aus einer gemeinsamen Studie mit der Universität Tottori „trainiert“. Sobald das Analysesystem abnorme Veränderungen bei der Katze entdeckt, schickt es seine Einschätzung an das Smartphone des Besitzers. Ansonsten werden die Gesundheitsdaten der Katze kommentarlos täglich übertragen. Der obligatorische Service kostet 324 Yen im Monat extra.

Wachstumsfeld Haustierpflege

Sharp hat die Entwicklung von elektronischen Produkten für Haustiere als mögliches Wachstumsfeld definiert. Der Umsatz in diesem Bereich soll bis 2020 auf zehn Milliarden Yen (77 Millionen Euro) wachsen. Das Katzenurinal will man zunächst vor allem an Unternehmen und Wissenschaftler verkaufen. Aber ab dem 30. Juli ist es in Japan auch für normale Privatkunden erhältlich.

Sharp hat auch eine Beobachtungstechnologie für Hunde entwickelt. Der Apparat misst die Spannungen des vegetativen Nervensystems sowie die Atem- und Herzfrequenz der Tiere und schließt daraus, ob sie entspannt oder nervös sind. Das Gerät wird um den Hals des Hundes gehängt.

Foto: Sharp