Tokio (JAPANMARKT) – Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) und der Privatsender Fuji Television Network (Fuji TV) produzieren die erste gemeinsame deutsch-japanische Fernsehserie. Das Thema von „The Window“ ist Fußball.

Eintritt in den Weltmarkt

Die Dramaserie mit zehn einstündigen Folgen wird von der ZDF-Tochter ZDF Enterprises koproduziert und international vertrieben. Fuji TV aus Japan und die belgischen Firmen Panenka und Belga Films sind ebenfalls Koproduzenten. Das deutsche und japanische Unternehmen würden aufgrund gemeinsamer Themen kooperieren, hieß es bei der Vertragsunterzeichnung in Tokio.

„Fuji Television ist stark in Asien und wir sind einflussreich in europäischen Ländern, so dass wir uns ergänzen“, erklärte Robert Franke, Vize-Präsident von ZDF Enterprises, laut einem Bericht der Zeitung „Asahi“. Zusammen könne man ein größeres Publikum gewinnen.

Das Projekt hat für einen japanischen Privatsender mit geschätzten Kosten von zwei Milliarden Yen (knapp 16 Millionen Euro) eine „außerordentlich massive Größenordnung“ („Asahi“). Toru Ota, Geschäftsführer von Fuji TV, begründete den Schritt damit, dass das goldene Zeitalter der Drama-Serien begonnen habe.

„Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, den Weltmarkt zu betreten“, sagte Ota. Damit spielte er auf den Siegeszug von Netflix und anderen Streamingdiensten an, die selbst Fernsehserien produzieren.

Thrillerelemente für die Primetime

Bei „The Window“ steht das Multimillionen-Dollar-Geschäft um die elitäre Fußballwelt im Mittelpunkt. Die Serie fokussiert auf Spieler, Agenten, Clubbesitzer, Clubverwalter und Journalisten und untersucht die Machenschaften außerhalb des Fußballfeldes.

Die Serie beginnt am Ende der englischen Fußballsaison. Die Champions wurden gekrönt, einige Teams sind abgestiegen und das Transfer-Fenster öffnet sich. Über zehn Staffelfolgen hinweg behandelt die Serie zehn angespannte Wochen im Leben von Jordan Burdett, einem 17-jährigen Wunderkind, das auf der Wunschliste jedes größeren Fußballclubs der Welt steht.

Was als Tauziehen über den ersten Profi-Vertrag eines jungen Mannes beginnt, entwickelt sich zu einer großen, düsteren und kriminellen Verschwörung. Rundfunkrechte in Milliardenhöhe stehen zur Versteigerung an, und die Geldleute des Fußballs befinden sich auf Kollisionskurs mit den Fußballverbänden.

Konzipiert und geschrieben wurde die Serie mit starken Thriller-Elementen für die Primetime vom britischen Drehbuchautor James Payne („The Musketeers“, „Hooten & the Lady“, „Mr. Selfridge“) und von dem in Berlin ansässigen Produktionsunternehmen Boogie Entertainment entwickelt.

Renommierte Partner

ZDF Enterprises wurde im Jahr 1993 als privatwirtschaftliche Tochtergesellschaft des ZDF, einem der größten und renommiertesten Fernsehsender Europas, gegründet. Mit Firmensitz in Mainz verantwortet ZDF Enterprises den weltweiten Vertrieb, die Realisation internationaler Koproduktionen, den Lizenzankauf sowie das Merchandising von starken Programmmarken in eigenem Namen, für das ZDF und für Dritte.

Fuji TV bietet seit seiner Gründung qualitativ hochwertige Programme in allen Sparten, von Drama, über Variété-Shows bis hin zu Infotainment, Sport und Nachrichten. Von 2004 bis 2012 war Fuji TV führend in allen drei Tagesabschnitten (Prime, Golden, ganzer Tag) und sicherte sich 31 Jahre lang den ersten Platz in Bezug auf den Vertrieb im Vergleich zu allen gewerblichen Produktionsfirmen.

Foto: Fuji Television im Tokioter Stadtteil Odaiba (flickr/Timo CC BY-NC-ND 2.0)