Tokio (JAPANMARKT) – Der japanische Analyse- und Messgerätehersteller Shimadzu hat die deutsche „infraserv Vakuumservice“ gekauft. Dabei geht es um die Wartung spezieller Pumpen.

Service für Pumpen

Die nahe München angesiedelte deutsche Gesellschaft ist auf die Wartung von Turbomolekularpumpen spezialisiert und betreut die Vakuumanlagen von großen Halbleiter- und Anlagenherstellern in Europa. Shimadzu hat die eigenen Servicearbeiten für Turbomolekularpumpen bereits an infraserv Vakuumservice ausgelagert.

Die Übernahme ist nach eigenen Angaben ein Schritt zur weiteren Entwicklung von Shimadzus europäischem Geschäft mit Turbomolekularpumpen und dient auch der Stärkung der lokalen Vertriebsaktivitäten und des technischen Supports. Hierbei soll infraserv eine entscheidende Rolle übernehmen. Die deutsche Kanzlei Arqis hat die Japaner bei der Akquisition aller Anteile des deutschen Unternehmens beraten.

Halbleitergeschäft boomt

Die 25 Mitarbeiter von infraserv Vakuumservice haben im Vorjahr einen Nettoumsatz von 4,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Shimadzu will diese Einnahmen bis 2022 auf rund 21 Millionen Euro steigern, auch durch die Übertragung von eigenen europäischen Kunden. Der eigene Gesamtumsatz mit Turbomolekularpumpen soll dabei 25 Milliarden Yen (192 Millionen Euro) erreichen.

Die Nachfrage nach diesen Geräten hängt mit dem Siegeszug von künstlicher Intelligenz und des Internets der Dinge zusammen. Die Pumpen werden für das Ultravakuum gebraucht, das bei der Herstellung von Halbleiterkomponenten notwendig ist. Sie sind auch die Voraussetzung für genaue Messungen. Shimadzu konnte den Umsatz in diesem Bereich im Vorjahr um mehr als ein Drittel steigern.

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