Tokio (JAPANMARKT) – Drei japanische Konzerne verbinden ihre Datensysteme für die Produktion. Damit erleichtern sie den Weg zur intelligenten Fabrik.

Internet der Dinge

Fanuc, Mitsubishi Electric und DMG Mori setzen gemeinsam verstärkt auf das Internet der Dinge und die „smart factory“ der Zukunft. Dafür wollen sie nach Informationen der Finanzzeitung Nikkei ihre Systeme für Produktionsdaten verbinden. Dabei geht es um „FIELD“ von Fanuc, „Edgecross“ von Mitsubishi Electric und Adamos von DMG Mori.

Fanuc ist der weltgrößte Lieferant für numerische Steuerungen (CNC) für Werkzeug- und andere Maschinen und auch bei Industrierobotern die globale Nummer 1. Mitsubishi Electric gehört zu Japans größten Anbietern im Bereich der Fabrikautomatisierung und baut auch selbst Produktionsroboter. DMG Mori wiederum ist der weltgrößte Anbieter von Werkzeugmaschinen. Zu DMG Mori gehört auch die frühere deutsche Gildemeister mit Sitz in Bielefeld.

Die japanische Industrie steht bei dem Aufbau eines kompletten digitalen Produktionsnetzwerkes mit einer direkten Verbindung aller Maschinen, allgemein Industrie 4.0 genannt, im Wettbewerb mit Unternehmen wie Siemens und General Electric sowie mit chinesischen Konkurrenten. Dafür müssen sie ihre Daten kompatibel mit anderen Systemen machen.

Produktionsnahe Daten

Noch in diesem Geschäftsjahr wollen Fanuc, Mitsubishi und DMG Mori ihren Kunden den Datentransfer von einem System zum nächsten ermöglichen. Dafür erhalten sie auch finanzielle Unterstüzung vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, das die Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Industrie fördern will. Für den sicheren Datentransfer soll die Blockchain-Technologie eingesetzt werden.

Die drei Unternehmen verfügen über drei unterschiedliche Systeme, die jedoch alle auf Maschinenebene operieren. Sie verarbeiten Informationen aus dem laufenden Betrieb der Maschinen und können daher Verschleiss und mögliche Fehler frühzeitig erkennen. Diese Daten auf der sogenannten Edge-Ebene werden sofort verarbeitet und nicht auf externe Cloud-Server hochgeladen.

Die Edge-Ebene deckt zwar nur einen Teil der umfassenden Anforderungen von Industrie 4.0 ab. Aber durch die Verbindung der Systeme stellen die drei japanischen Unternehmen sicher, dass ihre Maschinen und Systeme bei der fortschreitenden Automatisierung der Fabriken global integrierbar bleiben.

Foto: DMG Mori