Tokio (JAPANMARKT) – Sony hält im Geschäft mit Bildsensoren für Smartphones die Spitze. Ein neuer Chip erreicht die Pixeldichte von Profikameras.

Doppelte Leistung

Smartphones werden dank des neuen Sensors erneut leistungsstärker: Der neue CMOS-Chip mit der Bezeichnung IMX 586 erreicht eine Auflösung von effektiv 48 Megapixel. Der einzelne Pixel ist nur noch 0,8 Mikrometer oder 800 Nanometer groß. Das ist nach Angaben von Sony die bisher beste Auflösung für Smartphone-Bildsensoren.

Im Februar 2016 hatte Sony einen Smartphone-Bildsensor mit effektiv 22,5 Megapixel Auflösung mit einer Pixelgröße von 1,0 Mikrometern angekündigt. Der neue Chip hat also eine um ein Viertel reduzierte Pixelgröße und eine mehr als doppelt so hohe effektive Pixelzahl. Zugleich erreicht dieser Chip, der ab September zu einem Stückpreis von 3.000 Yen (23 Euro) ausgeliefert wird, nun die gleiche Auflösung von großen Bildsensoren für Spiegelreflexkameras.

Die Verkleinerung der Bildpunkte führt allerdings zu verschwommenen Flächen. Dieses sogenannte Bildrauschen tritt besonders bei schlechten Lichtverhältnissen auf. Doch Sony benutzt einen speziellen Farbfilter, um gleichzeitig eine hohe Empfindlichkeit und eine gute Auflösung zu erreichen.

Maßnahme gegen Bildrauschen

Bei diesem Quad-Bayer-Farbfilter werden statt der üblichen schachbrettartigen Verteilung von grünen, roten und blauen Farbpunkten die Signale der umgebenden vier Pixel in der gleichen Farbe aufgezeichnet. Bei Aufnahmen mit wenig Licht lassen sich dadurch helle Bilder ohne Rauschen mit einer Auflösung von 12 Megapixel erzeugen.

Die stetige Weiterentwicklung solcher kleinen und trotzdem hochleistungsfähigen Sensoren dürfte Sony dabei helfen, mit dieser Hardware auch in anderen Geschäftsfeldern als Smartphones Erfolg zu haben. So brauchen die Assistenzsysteme für Fahrzeuge immer mehr Kameras, um ihre Umgebung zu erfassen.

Foto: Chip IMX 586 im Vergleich zu einer Skala mit Mikrometern (Sony)