Tokio (JAPANMARKT) – Die Solarkraft bleibt für deutsche Unternehmen in Japan ein lukratives Feld. Auch die Norddeutsche Landesbank (NORD/LB) mischt kräftig mit.

Drittes Japan-Projekt

Die NORD/LB finanziert für den in Berlin ansässigen Projektentwickler saferay einen Solarpark in Hiroshima mit einem Investitionsvolumen von 15 Milliarden Yen (115 Millionen Euro). Davon sind rund 13 Milliarden Yen Fremdkapital.

Der Projektentwickler saferay baut und betreibt den Solarpark selbst und übernimmt auch die langfristige Wartung. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2020 vorgesehen. Der Solarpark mit einer Gesamtleistung von 50 Megawatt (MW) wird etwa 28.000 Menschen in Japan mit Strom versorgen.

Der Solarpark in Hiroshima ist bereits das dritte Projekt, das die NORD/LB für saferay in Japan realisiert: Seit März 2017 ist ein Solarpark in Date, Hokkaido, am Netz. Im letzten Jahr folgte das zweite Solarpark-Projekt in Beppu, Oita, das voraussichtlich im Oktober 2018 fertiggestellt wird. Zusammen erreichen diese drei Solarparks eine Gesamtleistung von 87 MW.

Einmalige Finanzierungsstruktur

Die Refinanzierungen dieser drei Projekte laufen anteilig über die Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau mit Mitteln aus dem Förderprodukt Erneuerbare Energien. Diese Struktur der Finanzierung ist nach Angaben der NORD/LB in Asien einmalig.

Saferays Geschäftsführer Thomas Gnefkow resümiert: „Durch die eingesetzte internationale Finanzierungsstruktur können wir unsere Projekte schneller und wettbewerbsfähiger als mit lokalen Finanzierungslösungen umsetzen.“ Dies ermögliche saferay einen deutlich steileren Wachstumspfad im Fokusmarkt Japan.

NORD/LB engagiert sich seit über zehn Jahren bei nationalen und internationalen Solarenergie-Projekten. In der Finanzierung für erneuerbare Energien ist sie schon seit über 20 Jahren tätig. Aktuell beläuft sich das Finanzierungsvolumen im Bereich der regenerativen Energien auf insgesamt 8,3 Milliarden Euro.

Foto: Solaranlage in Japan (Wikipedia CC BY-SA 3.0)