Tokio (JAPANMARKT) – Japans wohl beliebtester Fußballspieler gründet mit einem Hollywood-Superstar einen Fonds für US-Jungunternehmen. Die schräge Kombination kommt bei Japans größter Investmentbank bestens an.

Ankerinvestor Nomura

Keisuke Honda und Will Smith sind sicher ein seltsames Paar für die Aufgabe, rund 100 Millionen Dollar Kapital für Start-ups in den USA einzusammeln. Doch genau dies ist das ehrgeizige Ziel der beiden Stars, die sich persönlich gut kennen. Dennoch zeigte sich Nomura Holdings aufgeschlossen und steigt als Ankerinvestor in den Fonds ein.

Wer etwas mehr über Honda und Smith weiß, kann die Reaktion der japanischen Investmentbanker leichter verstehen. Der 32-jährige Fußballspieler, der zuletzt bei der Weltmeisterschaft in Russland für Japan spielte, gehört zu den Gründern und Managern des Unternehmens KSK Group mit fünf Geschäftsfeldern.

Dazu zählt auch ein Investmentfonds, der KSK Angel Fund, bei dem Honda als Berater auftritt. Ein anderer KSK-Arm, das Honda-Familienunternehmen Honda Estilo, kaufte sich beim österreichischen Zweitligisten SV Horn ein. Auch Will Smith ist selbst Unternehmensgründer (Overbrook Entertainment, Westbrook Entertainment) und hat Erfahrungen mit Investitionen gesammelt.

Dreamers Fund

Aber der japanische Sportler und der amerikanische Schauspieler wollen japanische Investoren, sei es institutionelle Anleger oder private Geschäftsleute mit dicker Geldbörse, nicht nur mit ihren prominenten Namen, sondern auch mit dem sozialen Anstrich ihres Engagements anlocken.

Ihr „Dreamers Fund“ mit Sitz in Los Angeles, schon im April gegründet, soll nämlich nach Nomura-Angaben Start-ups finanzieren, die das Leben der Menschen in den USA, Japan und der Welt verbessern. Laut einem Bericht der Finanzzeitung „Nikkei“ wollen Honda und Smith einige Start-up-Gründer vor einem Investment persönlich befragen.

Foto: Keisuke Honda (Wikipedia CC BY-SA 3.0)