Tokio (JAPANMARKT) – Japans große Elektronikhersteller beeindrucken mit teilweise rekordhohen Gewinnen. Ihre Spezialisierung zahlt sich offenbar aus.

Gefragte Spiele-Abos

Bei Sony stieg der Ertrag unterm Strich im ersten Geschäftsquartal – das Vierteljahr zwischen April und Juni – um knapp ein Viertel auf den Rekord von 195 Milliarden Yen (1,5 Milliarden Euro). Zu den wichtigen Ertragsbringern gehörte die Sparte für abonnementbasierte Online-Spiele, die ihren Gewinn um das Fünffache steigern konnte. Sony hat sich auf Bildsensoren und Spiele konzentriert und sich aus Fernsehern und Laptop-Computern zurückgezogen.

Auch bei Nintendo zahlte sich der neue Fokus auf Spiele aus, die nicht nur auf den Spielkonsolen des Herstellers aus Kyoto laufen, sondern auch in Versionen für mobile Geräte wie Tablets und Smartphone vertrieben werden. Der Betriebsgewinn von Nintendo aus dem Verkauf von Pokemon- und Super Mario-Titeln verdoppelte sich nahezu auf 30,5 Milliarden Yen (235 Millionen Euro), auch wenn die Summe nicht das Niveau früherer Glanztage erreichte.

Internet der Dinge stützt Hitachi

Dagegen gelang Japans führendem Mischkonzern Hitachi zum ersten Mal seit acht Jahren ein neuer Gewinnrekord in einem einzelnen Quartal. Dieser Bilanzposten stieg um 40 Prozent zum Vorjahr auf rund 105 Milliarden Yen (809 Millionen Euro). Das größte Wachstum spielte sich im Informations- und Telekom-Bereich durch die zunehmende Verbreitung des Internets der Dinge ab. Diese Sparte steuerte ein Viertel des Ertrags bei.

Panasonic wiederum profitierte von der starken Nachfrage nach Hardware-Komponenten bei der Fabrikautomatisierung sowie nach wiederaufladbaren Batterien für Elektroautos. In der Folge wuchs das Betriebsergebnis um knapp ein Fünftel auf knapp 100 Milliarden Yen (769 Millionen Euro). Dank der Kooperation mit dem Elektroautobauer Tesla in der Gigafactory in Nevada behielt Panasonic seine Position als weltgrößter Hersteller von Akkuzellen.

Foto: Sony-Spiel Spiderman (© Sony Interactive Entertainment)