Tokio (JAPANMARKT) – Der „Sony Park“ auf der Einkaufsmeile Ginza soll der japanischen Marke auf ungewöhnliche Weise Glanz verleihen. Allerdings nur für eine begrenzte Zeit.

Grün für Ginza

Das Einkaufsviertel Ginza im Herzen der japanischen Hauptstadt gehört zu den teuersten Standorten der Welt. Dort wurde erst im Vorjahr ein neuer Preisrekord für Grund und Boden erzielt (JAPANMARKT.de berichtete).

In dieser Gegend stand auch das „Sony Building“, bis es im vergangenen Jahr nach 54 Jahren abgerissen wurde. Eigentlich hätte Sony auf dem rund 700 Quadratmeter großen Gelände sofort einen Neubau errichten müssen, um die teure Lage zu nutzen, etwa um dort – wie bereits zuvor – die eigene Produktpalette auszustellen.

Stattdessen hat der Elektronik- und Unterhaltungsriese einen ebenerdigen kleinen Park eröffnet. Zugleich wurden die unter der Erde liegenden vier Stockwerke des bisherigen Sony Building mit sehr vielen Freiflächen neu eröffnet, zum Beispiel gibt es dort eine Rollschuhlaufbahn. Dort sollen verschiedene Aktivitäten und Events stattfinden.

Neubau erst später

Laut japanischen Presseberichten verzichtet Sony vorläufig auf einen Neubau, da vor den Olympischen Spielen zu viele Hochhäuser fertiggestellt werden. Mit dem Parkkonzept will das Unternehmen testen, wie sich Aktivitäten auf Freiflächen in ein künftiges Gebäudekonzept integrieren lassen.

Damit kommen auch die Besucher der Olympischen Spiele 2020 in Tokio in den Genuss dieser ungewöhnlichen Freizeitanlage im Einkaufsviertel Ginza, das ansonsten wenig Grün zu bieten hat. Denn der „Ginza Sony Park“ wird bis Herbst 2020 in Betrieb bleiben. Danach soll der Bau eines neuen „Sony Building“ beginnen. Dessen Fertigstellung ist für 2022 geplant.

Foto: Ginza Sony Park aus der Luft (© Sony)