Tokio (JAPANMARKT) – Auf der deutschen Bahntechnik-Fachmesse InnoTrans zeigt Mitsubishi Electric erstmals außerhalb von Japan ein Konzept für den Bahnhof der Zukunft. Im Mittelpunkt steht die Bequemlichkeit von Bahnreisenden und Betreibern.

Zugang zum Bahnsteig

Allerdings dürfte das Konzept wohl zunächst in Japan verwirklicht werden, da es für japanische Gegebenheiten entwickelt wurde. In Japan braucht man nämlich konsequent eine Fahrkarte, um den Bahnsteig betreten zu können. Dafür stehen an den Zugängen zum Bahnhofsinneren Sperren mit Lesegeräten für ausgedruckte Fahrkarten oder Geldkarten mit einem Funkchip.

Auf diesen Karten wird der Zugangsbahnhof gespeichert. An der Sperre des Zielbahnhofs werden diese Daten dann ausgelesen, der Zentralcomputer errechnet daraus den Fahrpreis und bucht den Betrag von der Karte ab. Das funktioniert rasend schnell. Dennoch kommt es schnell zu Staus an den Sperren, etwa zu Stoßzeiten und in größeren Bahnhöfen.

Barrierefreie Lösung

Hier setzt die neue Technik von Mitsubishi Electric an. Dank einer kabellosen, barrierefreien Bezahlung müssen die Fahrgäste beim Betreten eines Bahnsteigs keine Karte über ein Gerät mehr einlesen. Sie gehen einfach durch einen ausgewiesenen Ticketbereich, der sie entsprechend autorisiert. Auf dem Boden wird die Berechtigung des Fahrgastes angezeigt.

Die technische Lösung dafür sind im Boden eingebaute Scanner, die Geldkarten auch auf Entfernung lesen können. Das neue System bedeutet weniger Staus bei größerem Andrang an der Sperre, ein erleichterter Bahnsteigzugang für Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen oder großem Gepäck sowie geringere Kosten durch den Wegfall der physischen Zugangssperren.

Mitsubishi Electric ist in Japan Marktführer für elektrische Ausrüstungen im Transportbereich und nach eigenen Angaben der weltweit einzige Hersteller, der ein komplettes Bahntechnik-Produkt-Portfolio anbietet. Dazu gehören Antriebs-, Brems- und Steuerungstechnik sowie Wartungslösungen.

Foto: © Mitsubishi Electric