Tokio (JAPANMARKT) – Die VW-Tochter Traton und die Toyota-Tochter Hino haben sich auf zwei strategische Initiativen geeinigt. Damit wird die im April verkündete Partnerschaft mit Leben gefüllt.

E-Mobilität entwickeln

Konkret wollen Traton und Hino ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, das die Kräfte im Bereich der E-Mobilität bündelt. Dadurch will man gemeinsam nachhaltige Antriebe voranbringen und die Produktentwicklung beschleunigen.

Hino ist seit über 25 Jahren im Bereich der elektrifizierten Fahrzeuge tätig und verfügt über die weltweit größte Flotte von Hybrid-Nutzfahrzeugen. Außerdem wird Hino im nächsten Jahr in Japan mit dem Verkauf eines schweren Hybrid-Lastkraftwagens (Lkw) beginnen. Dessen Hybrid-Kontrollsystem stellt sich dank künstlicher Intelligenz im Voraus auf Steigungen ein.

Die Geschäftsansätze des deutschen und japanischen Partners ergänzen sich: Traton legt den Fokus auf Schwerlast-Anwendungen, Hino auf leichte und mittelschwere Lkw.

Gemeinsamer Einkauf

Außerdem unterzeichneten Traton und Hino eine Rahmenvereinbarung für ein weiteres Joint Venture, das Synergien in der globalen Beschaffung sowohl für bereits existierende Bauteile als auch für Bauteile für neue Technologien bringen soll. Das neue Unternehmen soll in der zweiten Hälfte von 2019 starten.

Yoshio Shimo, Präsident und CEO von Hino, sagte: „Wir teilen die gleiche Motivation, unseren Kunden den größten Mehrwert zu bieten. Die heutige Ankündigung ist unser wichtiger erster Schritt.” Traton-Vorstandschef Andreas Renschler ergänzte: „Unsere Partnerschaft nimmt konkrete Formen an, wir identifizieren stetig neue Chancen.”

Die Partnerschaft mit Hino stärkt Traton auch für einen möglichen Börsengang bis zum Jahresende. Traton vereint die VW-Nutzfahrzeugmarken MAN, Scania, Volkswagen Caminhoes e Onibus sowie die Cloud-basierte Plattform Rio. Die 2015 gegründete Gesellschaft hieß bis Ende August „Volkswagen Truck & Bus“.

Foto: Yoshio Shimo, Präsident und CEO von Hino und Traton-Vorstandsvorsitzender Andreas Renschler (Traton)