Tokio (JAPANMARKT) – Toyota will die Robotik zu einer eigenen Geschäftssparte ausbauen. Dafür wird jetzt die Zusammenarbeit mit europäischen Experten verstärkt.

Helfer im Haushalt

Der japanische Autoriese hat seinen Assistenzroboter „Human Support Robot“ (HSR) in Japan schon mehrmals gezeigt. Nun wird diese Forschungsplattform erstmals ausführlich in Europa präsentiert. Auf der Internationalen Konferenz für intelligente Roboter und Systeme (IROS) in Madrid Anfang Oktober werden Ingenieure von Toyota mehrere Vorträge über das System halten.

Der kompakte Roboter soll ältere und behinderte Menschen in ihrem Alltag unterstützen und dadurch ihre Lebensqualität sichern und verbessern. Zum Beispiel kann die Maschine mit ihrem Klapparm beim Aufräumen helfen, indem sie Gegenstände vom Boden aufhebt und in Regale stellt. Toyota entwickelt eine ganze Serie solcher Helfer für Pflege, Gesundheitsversorgung, Nahverkehr und Wohnen.

Offene Entwicklungsplattform

Anders als in der Vergangenheit wurde HSR jedoch von Anfang an als eine offene Entwicklungsplattform konzipiert. Das ermöglicht externen Ingenieuren und Wissenschaftlern, die Plattform selbst zu nutzen und zum Beispiel Feldversuche zu veranstalten. Diese Offenheit wird im Idealfall die Entwicklung des Systems selbst beschleunigen.

Die Teilnahme an der Messe in Madrid sieht Toyota als Weg, um europäische Forschungseinrichtungen auf das System aufmerksam zu machen. „Unsere europäische R&D- und Robotik-Sparte ist unternehmensintern führend“, erklärte Gerald Killmann, bei Toyota Europe Vize-Präsident für Forschung und Entwicklung.

Daher wolle man die Kooperation mit europäischen Institutionen ausbauen. Bereits 44 Partner in zwölf Ländern arbeiten mit dem HSR. In Europa unterstützt Toyota derzeit fünf Universitäten in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden.

Foto: Human Support Robot (Toyota)