Tokio (JAPANMARKT) – Das Karussell der Partnerschaften für autonome Autos dreht sich immer schneller. Nach dem Einstieg von Honda bei General Motors verbünden sich jetzt Toyota und Softbank.

Monet = Mobility Network

Japans größter Autohersteller und der Technologiekonzern von Masayoshi Son haben eine strategische Partnerschaft für Mobilitätsdienste geschlossen. Dafür gründen sie bis März 2019 das Joint Venture „Monet Technologies“. Dabei handelt es sich um eine Abkürzung von „mobility network“. Softbank hält 50,25 Prozent und Toyota 49,75 Prozent der Anteile. Das Startkapital wird von zunächst 2 Milliarden auf 10 Milliarden Yen (75 Millionen Euro) aufgestockt.

Monet verbindet die Vernetzungstechnologie von Toyota in Japan mit der Internet-of-Things-Plattform aus Smartphones und Sensoren des Mobilfunkanbieters Softbank. Zunächst will man Fahrdienste für staatliche Stellen und Privatleute anbieten, etwa Fahrzeuge für die Zubereitung und Auslieferung von Essen sowie mobile Arztpraxen zur Versorgung des ländlichen Raums. Ab der zweiten Jahreshälfte 2020 werden autonome Fahrzeuge auf Japans Straßen geschickt. Später soll Monet solche Roboterautodienste weltweit anbieten.

Aussichtsreicher Partner

„Toyota braucht Softbank, um sich zu einem Mobilitätsdienstleister zu entwickeln“, erklärte Unternehmenschef Akio Toyoda. Softbank-Präsident Masayoshi Son freute sich sichtlich über den neuen Partner, weil dies seinen Mobilfunkanbieter Softbank vor dem Börsengang voraussichtlich im Dezember aufwertet.

Bisher arbeitete Toyota mit dem zweitgrößten Mobilfunker KDDI zusammen, aber dieser Partner eignet sich nur für Japan. Dagegen baut Softbank über Investitionen des Vision Fund an den Fahrdienstleistern Uber (USA), Didi (China) und Grab (Singapur) ein globales Netzwerk für Roboterautos auf. Toyota selbst hat sich inzwischen bei Grab und Uber eingekauft.

Foto: Toyota-Konzeptauto für Fahrdienste (Toyota)