Tokio (JAPANMARKT) – Die Düsseldorfer Einkaufsmeile erlebte am Donnerstag bei der Eröffnung einer Uniqlo-Filiale einen selten gesehenen Ansturm. Unterdessen verkündete der Mutterkonzern Fast Retailing sein bisher bestes Jahresergebnis.

Expansion in Deutschland

Jahrelang betrieb Uniqlo in Deutschland nur einige Filialen in Berlin und einen Ableger in Stuttgart. In diesem Jahr geht die Expansion nun mit verschärftem Tempo weiter: Am 20. September eröffnete eine Filiale am Alexanderplatz in Berlin, am 11. Oktober folgte die Eröffnung eines Geschäfts in Düsseldorf.

Drei Etagen auf über 800 Quadratmeter in der zentralen Schadowstraße – Uniqlo klotzt in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen. Damit betreiben die Japaner in Deutschland sieben Filialen. Am nächsten Freitag kommt in Köln das achte Geschäft dazu. Deutschland ist aber keine Ausnahme – die Expansion findet weltweit statt (JAPANMARKT berichtete).

Das belegt auch die soeben vorgelegte Jahresbilanz der Uniqlo-Mutter Fast Retailing. Im Geschäftsjahr 2017/8, das bis Ende August lief, steigerte das Unternehmen den Umsatz außerhalb von Japan um 27 Prozent. Erstmals generierte das Ausland auf Jahressicht mehr Einnahmen als der japanische Heimatmarkt. In Japan ist der Markt dagegen langsam gesättigt. Dort wuchsen die Einnahmen aber immerhin noch um knapp sieben Prozent.

Umsatzziel in Reichweite

Insgesamt steigerte Fast Retailing den Umsatz um 14 Prozent zum Vorjahr auf 2,1 Billionen Yen (16,4 Milliarden Euro). Rund 80 Prozent davon erwirtschaftete Uniqlo. Der Reinertrag wuchs um 30 Prozent auf 154,8 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Yen). Damit nicht genug: Im neuen Geschäftsjahr werden 165 Milliarden Yen Gewinn und 2,3 Billionen Yen Umsatz erwartet.

Bleibt Fast Retailing auf diesem Wachstumskurs, dann rückt die eigene, einst utopisch wirkende Zielmarke von drei Billionen Yen Umsatz für das Geschäftsjahr 2020/21 in Reichweite. Diese Vorgabe hatte Uniqlo-Gründer Tadashi Yanai vor einigen Jahren ausgegeben, um zu den Marktführern Zara und H&M aufzuschließen. Die Analysten von Nomura jedenfalls sagen für das Geschäftsjahr 2020/1 Einnahmen von 2,98 Billionen Yen (22,9 Milliarden Euro) voraus.

Foto: Uniqlo-Filiale in Düsseldorf (Uniqlo Deutschland)