Tokio (JAPANMARKT) – Nordrhein-Westfalen will mit Japan bei Elektromobilität, Energiespeicherung und Gesundheitswirtschaft enger zusammenarbeiten. Dafür fährt die bisher größte Wirtschaftsdelegation aus NRW, die jemals Japan besucht hat,  nach Tokio, Koriyama, Kyoto und Osaka.

Wichtiger Auslandsinvestor

Mit über 620 japanischen Unternehmen in NRW gehört Japan zu den wichtigsten Investorenländern für das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland. Nun will Nordrhein-Westfalen diese Beziehung weiter ausbauen.

Dafür reiste nun eine Delegation von fast 30 Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftler unter Leitung von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart nach Japan. Darunter sind der Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr, Markus Schlüter, und Gerhard Eschenbaum, Vize-Direktor der Düsseldorfer Industrie- und Handelskammer.

Zum Auftakt unterzeichneten die Außenwirtschaftsförderungsgesellschaften NRW Invest und JETRO unter der Schirmherrschaft von Pinkwart ein Memorandum of Understanding zu einer Intensivierung ihrer Zusammenarbeit. „Der Schulterschluss mit Japan ist gerade in handelspolitisch schwierigen Zeiten wichtig“, betonte Pinkwart.

Memorandum of Understanding zwischen den Außenwirtschaftsförderern NRW Invest und JETRO

Innovative Ansätze beim E-Auto

Einen inhaltlichen Höhepunkt bildete ein Symposium über „German-Japanese Smart Mobility“. Auf deutscher Seite nahmen führende Vertreter von „StreetScooter Research“, vom TÜV Rheinland, von e.GO Mobile und von Mennekes Elektrotechnik teil. Auf japanischer Seite waren ranghohe Repräsentanten von Toyota und Hitachi vertreten. Viel Aufmerksamkeit in Japan fanden das elektrisch angetriebene Nutzfahrzeug StreetScooter und das Projekt des preiswertigen Elektroautos e.GO.

Auf dem weiteren Programm stehen noch Gespräche mit der Präfektur Osaka über die Zusammenarbeit bei klimaschonenden Antrieben und Batterien. Außerdem besucht die Delegation in Fukushima die Medizintechnik-Messe Medical Creation, informiert sich über die Kooperation in der Strahlentherapie und spricht mit der Präfektur über die Entwicklung der Region seit der Dreifachkatastrophe im Jahr 2011.

Foto oben: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart und Business Metropole Ruhr-Geschäftsführer Markus Schlüter (© Martin Fritz), Foto unten: © NRW Invest via Twitter