Tokio (JAPANMARKT) – Die Batterien von Elektroautos können Strom auch nach außen abgeben. Das ist Nissan jetzt erstmals auch in Deutschland gelungen.

Vehicle-to-Grid-Technik

Die Zukunft beginnt in Hagen: Erstmals wurde ein Elektroauto in Deutschland von Netzbetreibern wie ein Regelkraftwerk eingestuft. Das Fahrzeug besitzt also die Fähigkeit, die Netzfrequenz zu stabilisieren. Dies gilt als möglicher Meilenstein auf dem Weg zur sogenannten Vehicle-to-Grid-Technologie in Deutschland. Dabei dienen die Batterien von Elektroautos als Zwischenspeicher für Strom.

Für das Projekt haben sich das Technologieunternehmen The Mobility House, der Energieversorger ENERVIE, der Übertragungsnetzbetreiber Amprion und der japanische Automobilhersteller Nissan zusammengetan. Das Elektroauto „Nissan Leaf“ qualifizierte sich mit Hilfe einer innovativen Lade- und Energiemanagement-Technologie von Mobility House als Übertragungsnetzbetreibers für die Primärregelleistung.


Schwankungen ausgleichen

Die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien führt zu Schwankungen im Stromnetz. Deshalb sind neue, innovative Lösungen zur Stabilisierung des Netzes nötig. Elektroautos wie der Nissan Leaf mit integrierter, bidirektionaler Ladetechnologie können dabei nach Ansicht von Nissan eine wichtige Rolle spielen.

Dank seines CHAdeMO-Ladeanschlusses kann das Elektroauto nicht nur den Strom aus dem Netz ziehen und in der Traktionsbatterie speichern, sondern bei Bedarf auch wieder zurückspeisen. Damit können die Batterien in Sekundenschnelle zusätzliche Primärregelleistung bereitstellen, um drohende Stromausfälle zu verhindern.

Foto: Nissan