Tokio (JAPANMARKT) – Automatisierung ist der große Trend in Japan. Maschinen sollen Personal ersetzen, zum Beispiel bei der Reinigung von kommerziell genutzten Flächen.

Vollautomatischer Sauger

Am Montag präsentierte die Robotersparte von Softbank in Tokio einen mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Reinigungsroboter, der ab März für Büros und Restaurants gemietet werden kann.

Der rund 32 Kilo schwere und 65 Zentimeter große vollautomatische Staubsauger mit dem Namen „Whiz“ kann sich eine Reinigungsroute merken und säubert nach Angaben von Softbank Robotics fünf Mal so viel Fläche wie ein Roboterstaubsauger für Privatwohnungen.

Anders als die schwachbrüstigen Heimmodelle läuft Whiz mit einer vollen Akkuladung jedoch drei Stunden am Stück und reinigt während dieser Zeit 1.500 Quadratmeter. Bei einer Monatsmiete von 25.000 Yen (194 Euro) wäre die Maschine weitaus günstiger als per Stunde bezahlte menschliche Arbeitskräfte.

Software aus den USA

Die Technologie der Maschinen stammt teilweise von dem US-Start-up Brain Corp., das normale Reinigungsmaschinen und andere rollende Service-Geräte etwa für Supermärkte mit Software und künstlicher Intelligenz automatisiert. Der Vision Fund von Softbank hatte sich im Vorjahr mit 144 Millionen Dollar beteiligt an Brain Corp. beteiligt.

Der Reinigungsroboter Whiz erstellt und speichert die Flächendaten seines Arbeitsbereichs, nachdem ein Mensch die Route mit ihm einmal abgefahren hat. Sensoren erkennen neue Hindernisse und weichen ihnen aus. Die Technologie ist im Grunde wenig anspruchsvoll, aber hat angesichts des Mangels an Servicepersonal in Japan viel Potenzial.

Foto: © Softbank Robotics