Tokio (JAPANMARKT) – Kura ist Japans zweitgrößte Restaurantkette für Sushi auf dem kreisenden Fließband. Ihren Erfolg verdankt sie auch ungewöhnlichen Innovationen.

Vorrang für Automatisierung

Bis zu den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war Sushi wegen der hohen Preise ein Genuss für relativ wenige Japaner. Das änderte sich durch die Kaitenzushi-Restaurants. Dort rotieren auf einem kreisförmigen Fließband die einzelnen Stücke, die sich die Kunden selbst heruntenehmen.

Japans zweitgrößte Kette solcher Restaurants – betrieben von Kura Corp. – setzte dabei relativ früh auf eigene Technologien, um Arbeitsschritte und damit Personal zu sparen. Statt Handwerkskunst wurde auf Automatisierung vertraut. Die erhöhte Effizienz ermöglicht seit drei Jahrzehnten Niedrigpreise von 108 Yen je Sushi-Teller.

Sensor überwacht rohen Fisch

Der Gründer der Kette, Kunhiko Tanaka, hält laut einem Bloomberg-Bericht 31 Patente für solche Spezialtechnologien. Dazu gehört Mr. Fresh – ein Plastikdeckel, der sich wie von Geisterhand öffnet, wenn der Teller mit dem Sushi-Stück leicht gekippt wird.

Das Plastik wird vom Kunden nicht berührt, so dass die Verpackung weniger verkeimt wird. Damit nicht genug: Oben auf dem Plastik sitzt inzwischen ein Sensor, der misst, wie lange der Teller mit Sushi bereits am dem Fließband unterwegs ist. Dadurch lässt sich das Risiko verringern, dass der Fisch verdorben im Mund des Kunden landet.

Natürlich werden auch die Reisbällchen für Sushi-Stücke von Maschinen geformt. Das Abräumen der Sushi-Teller ist ebenfalls automatisiert. Die Kunden stecken die Teller in einen Schlitz an ihrem Tisch. Auf dem Weg zum Geschirrspüler werden sie gezählt und nebenher automatisch die Rechnung für den Kunden fertiggestellt.

Foto: Sushi bei Kura Corp. (flickr/Chie Gondo CC BY-NC 2.0)