Tokio (JAPANMARKT) – Der deutsche Kunststoffhersteller Covestro erhöht die Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen in Japan. Der japanische Partner bleibt aber wichtig.

Erhöhung von Umsatz

Covestro, die frühere Kunststoffsparte von Bayer, steigert den Anteil am japanischen Joint Venture DIC Covestro Polymer (DCP) von 50 auf 80 Prozent. Damit will das deutsche Unternehmen das Geschäft mit thermoplastischem Polyurethan (TPU) ausbauen.

DCP wurde im Jahr 2000 von den beiden Partnern Dainippon Ink & Chemicals (heute DIC) und Bayer als Gemeinschaftsunternehmen mit gleichen Anteilen gegründet. Die Gesamtinvestition für die Erhöhung des Covestro-Anteils summiert sich auf einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Weitere Finanzdetails werden nicht mitgeteilt.

Covestro ist ein führender Anbieter von Hochleistungsharzen und weltweit einer der drei größten Produzenten von TPU. Auch mit dem Minderheitsanteil bleibt DIC ein wichtiger Partner von Covestro. Produktion sowie Forschung und Entwicklung der DCP werden im Werk Sakai der DIC-Anlagen in der Präfektur Osaka fortgesetzt.

Schnelles Wachstum

„Das zukünftige Wachstumspotential des TPU-Geschäfts und die langfristige, enge Partnerschaft beider Unternehmen passen perfekt zu unserer Wachstumsstrategie mit Fokus auf nachhaltigkeitsgetriebene Innovationen“, sagte Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender von Covestro.

Das Geschäft von Covestro mit themoplastischem Polyurethan machte 2017 rund 10 Prozent des Umsatzes im Segment Coatings, Adhesives, Specialties aus und ist in den vergangenen drei Jahren im zweistelligen Bereich gewachsen. Weitere Standorte für diesen Werkstoff unterhält Covestro in New Martinsville (USA) und Changhua (Taiwan).

Foto: Kaoru Ino, Director, President und CEO von DIC und Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender von Covestro (Covestro)