Tokio (JAPANMARKT) – Das Forschungsinstitut der Restaurantwebseite Gurunavi hat die Makrele als Gericht des Jahres 2018 ausgewählt. Damit will man auch etwas über die aktuellen Lebensumstände in Japan aussagen.

Praktische Notnahrung

Die Begründung für die Wahl der Makrele verweist auf 2018 als ein Jahr der Naturkatastrophen. Dadurch seien die Japaner daran erinnert worden, dass sie sich auf Katastrophen gut vorbereiten sollten. Zu den Vorkehrungen gehört auch ein Notvorrat aus Konserven, Trockenwaren und gefriergetrockneten Lebensmitteln.

In diesem Zusammenhang ist der Wert der Makrele nach Ansicht des Instituts von den Japanern neu erkannt worden. Auch in Japan wird Makrele nämlich fertig verarbeitet und in Dosen verkauft. Dieser Dosenfisch eigne sich für den Katastrophenfall besonders, da er große Mengen an essentiellen Fettsäuren wie EPA und DHA enthalte.

Die japanischen Hausfrauen könnten inzwischen auch zwischen ausgefallenen Dosenmakrelen im besonderen Design und Premium-Dosenmakrelen mit hochwertigen Zutaten auswählen. Das traditionelle Bild der Dosennahrung habe sich dadurch geändert und der Makrele zu neuer Anerkennung verholfen.

Nachhaltige Fischerei

Nach Angaben des Instituts gibt es derzeit etwa 20 Arten von Markenmakrelen aus verschiedenen Orten in Japan. Diese Dosennahrung sei ein Mittel zum Zweck geworden, um einzelne Städte und die Kultur ihrer Region in Japan bekannt zu machen. Daher werde die Makrele auch die lokale Gastronomie revitalisieren, meinte das Institut.

Aber man übersieht bei der Auswahl eines Fisches zum Gericht des Jahres nicht die ökologische Frage. Der jährliche Makrelenfang betrage in Japan immerhin noch 500.000 Tonnen. Dennoch sollte die nachhaltige Fischerei stärker gefördert werden, forderte das Institut in Zusammenhang mit seiner Auswahlentscheidung.

Foto: Makrelengericht (Gurunavi Research Institute)