Tokio (JAPANMARKT) – Japans Regierung will mit acht Ländern Abkommen für die Aufnahme von Arbeitskräften schließen. Der Schritt richtet auch gegen das Geschäft von Vermittlern.

Dubiose Broker

Ab April 2019 können Ausländer zwei verschiedene Arbeitsvisa für Japan bekommen. Zugleich läuft ein älteres Programm für die Aufnahme von „technischen Praktikanten“ weiter. Viele davon kommen durch Vermittlungsagenturen an ihre „Stellen“. Aber die Broker verlangen oft so hohe Gebühren, dass die ausländischen Arbeitskräfte in Japan unter enormen Erwerbsdruck geraten.

Diesen Praktiken will die japanische Regierung nun durch bilaterale Abkommen mit acht asiatischen Ländern einen Riegel vorschieben. Dazu gehören Vietnam, die Philippinen und Indonesien. Durch den Austausch von Daten und anderen Informationen soll die Polizei die Arbeitsvermittler identifizieren und ihnen das Handwerk legen.

Gleicher Lohn

Darüber hinaus sind auch Maßnahmen in Japan geplant, damit die ausländischen Arbeitskräfte nicht unter die Räder geraten. Nach Informationen der Finanzzeitung Nikkei erarbeitet die Finanzaufsicht gerade Richtlinien für Geschäftsbanken, damit die Ausländer ein Bankkonto erhalten können. Bislang ist das so schwierig, dass die meisten Praktikanten in bar bezahlt werden.

Die Ausländer sollen laut den neuen Vorschriften den gleichen Lohn wie japanische Beschäftigte erhalten. Falls es zum Streit um die Lohnhöhe kommen sollte, könnten die Behörden anhand der Kontozahlungen die Löhne vergleichen. Zudem wird in jeder Präfektur ein Beratungszentrum für Ausländer eröffnet. Auch werden sie Zugang zu Krankenhäuser erhalten.

Foto: Pixabay CC0