Tokio (JAPANMARKT) – Der japanische Elektronikriese Sony setzt große Hoffnung auf seine Bildsensoren für autonome Fahrsysteme. Der bisherige Chip wurde jetzt stark verbessert. 

Frühere Sichtbarkeit

Die ersten Chips dieser neuen Sorte will Sony im März 2019 zu einem Preis von 15.000 Yen (118 Euro) verkaufen. Der neue Metall-Oxid-Halbleiter (CMOS) wurde speziell an die Bedürfnisse der Assistenzsysteme angepasst. Ihre Kameras müssen mögliche Gefahrensituationen in der Umgebung mit perfekter Sicherheit erkennen können.

Daher ist der CMOS-Sensor mit der Kennziffer IMX490 ein Zoll hoch und 1,55 Zoll breit. Durch dieses breitere Format erfasst der Sensor in der Horizontalen Fußgänger, Radfahrer und Schilder eher. Das ermöglicht auch eine schnellere Reaktion. Gleichzeitig bleibt der Sensor hoch genug, um Ampeln direkt hinter der Haltelinie über dem Auto zu erfassen.

Schwierige Lichtverhältnisse

Der neue Chip wurde auch für schwierige Lichtverhältnisse optimiert, die ein autonomes Navigieren bisher erschweren. Dazu gehört das helle Licht am Ende eines Tunnels und Gegenstände und Personen im Schatten. Dafür hat der neue Sensor eine Auflösung von 5,4 Megapixeln und damit fast drei Mal so viel wie das bisher angebotene Modell.

Die höhere Pixeldichte erlaubt es, den Dynamikumfang zu verdreifachen. Nach Angaben von Sony wird eine Überbelichtung selbst bei 100.000 Lux Lichtstärke vermieden. Zugleich werden noch Personen und Objekte bei weniger als 0,1 Lux so scharf aufgezeichnet, dass die Software damit etwas anfangen kann. Auch das Flackern von LED- und anderen Leuchten bringt den Bildsensor nicht durcheinander.

Foto: Sony (via Sony/Youtube)