Tokio (JAPANMARKT) – Ein japanisches Unternehmen hat sich erstmals an der Finanzierung des deutschen Start-ups NavVis für räumliche Intelligenz beteiligt.

Erstes Investment

Das knapp fünf Jahre alte Unternehmen aus München sammelte bei einer neuen Finanzierungsrunde insgesamt 31,2 Millionen Euro (35,5 Millionen Dollar) ein. Daran nahmen nicht nur die bestehenden Investoren MIG, Target Partners und BayBG teil, sondern erstmals auch ein japanischer Investor: Neun Millionen Euro steuerte Kozo Keikaku Engineering aus Tokio bei. Die deutsch-japanische Anwaltskanzlei Arqis beriet die Japaner bei dieser Transaktion.

NavVis bezeichnet sich als weltweit führender Anbieter von Lösungen für die räumliche Intelligenz in Innenräumen für Unternehmen. Diese sogenannte digitale Zwillingstechnologie kann Anlagen und Prozesse mit Hilfe einer virtuellen Darstellung von physischen Räumen überwachen und steuern.

Derzeit wird die NavVis-Plattform von führenden Autobauern eingesetzt, um ihre Produktionsabläufe zu verbessern. Dabei geht es vor allem um die Vernetzung unter dem Stichwort „Industrie 4.0“. Dafür erhielt NavVis, eine Ausgründung der Technischen Universität München, zahlreiche Preise.

Partnerschaft seit 2015

Das Design- und Ingenieursbüro Kozo Keikaku Engineering ist seit 2015 ein Partner des Münchner Jungunternehmens und vertreibt die deutschen Lösungen in Japan. Die Japaner sind auf die Digitalisierung von Produktionsprozessen, die Darstellung von Gebäudestrukturen für die Bauindustrie und die Unterstützung der Gebäudeverwaltung spezialisiert.

Durch die Kombination mit der deutschen Technologie verbessern die Japaner ihre eigenen Dienstleistungen. Als Beispiel nannte das japanische Unternehmen die technische Beratung von Architekten, die Marketing-Beratung für Einzelhändler und Lösungen für die Warenproduktion.

Foto: NavVis-Gründer mit Geräten (NavVis)