Tokio (JAPANMARKT) – Die Patrizia Immobilien AG, ein führender Anbieter von Immobilienanlagen in Europa, stärkt mit einer Übernahme ihr Japan-Geschäft. Der Blick der Augsburger ist auch auf japanische Investoren gerichtet.

Übernahme von Kenzo

Patrizia übernimmt die Geschäfte der japanischen Kenzo Capital Corporation, einer in Tokio ansässigen Boutique-Beratungs- und Investmentgesellschaft für japanische Immobilien, sowie des deutsch-japanischen Fondsmanagers Kenzo Japan Real Estate GmbH in München.

Das Kenzo-Team unter Leitung von Präsident und CEO Leonard Meyer zu Brickwedde wird in eine neu gegründete Patrizia-Tochtergesellschaft in Japan wechseln und das bisherige Geschäft innerhalb der Patrizia fortführen.

Mit der Übernahme erweitert Patrizia Immobilien ihr globales Netzwerk und baut ihre Japan-Aktivitäten aus. Zum einen geht es darum, das Wachstum eines Kenzo-Fonds für japanische Wohnimmobilien anzukurbeln. Zum anderen wollen die Augsburger Kapital von japanischen Immobilien-Investoren gewinnen. Dafür will Patrizia das Netzwerk von Kenzo Capital einsetzen.

Rasantes Wachstum

Große institutionelle Anleger in Japan wie der Government Pension Investment Fund (GPIF), die Postbank und Postversicherung sowie staatliche Pensionsfonds dürfen seit relativ kurzer Zeit einen kleinen Teil ihres Kapitals in Immobilien investieren. Der japanische institutionelle Markt öffnete sich jedoch erst im Jahr 2000 für solche Anleger.

Zwar ist sein Volumen seitdem auf 275 Milliarden Euro rasant gewachsen. Aber dieser Markt ist immer noch nicht groß genug für den Anlagebedarf von institutioneller Investoren in Japan. Daher wollen sie auch ausländische Immobilien erwerben. „Dieses Kapital wollen wir betreuen“, erklärte Kenzo-Gründer Meyer zu Brickwedde.

Der frühere Japan-Chef der Hypo Real Estate hatte Kenzo Capital 2008 mit dem Ziel gegründet, der führende Berater für deutsche und europäische Investoren auf dem Immobilienmarkt in Japan zu werden, und sich bei seinem ersten Fonds auf Wohnimmobilien konzentriert.

Foto: Leonard Meyer zu Brickwedde (© Kenzo Capital Corporation)