Tokio (JAPANMARKT) – Die Ausfuhren von Japan sind im abgelaufenen Jahr erneut gewachsen. Allerdings sorgte China für erste Bremsspuren.

Wachstum in 2018

Im Gesamtjahr 2018 stiegen die Exporte der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt um 4,1 Prozent zum Vorjahr auf 81,5 Billionen Yen (65,2 Milliarden Euro). Allerdings wuchsen die Importe um 9,7 Prozent und damit fast doppelt so stark.

Dies verursachte ein Handelsdefizit von 1,2 Billionen Yen (knapp 10 Milliarden Euro). Es waren Japans erste rote Zahlen im Außenhandel seit drei Jahren. Als Ursache nennen Analysten die hohen Energiepreise während der ersten Jahreshälfte.

Weniger Dynamik

Allerdings hat die Dynamik des Außenhandels in den letzten Monaten deutlich abgenommen. Im Dezember sanken Japans Exporte mehr als erwartet um 3,8 Prozent zum Vorjahr und damit so stark wie seit Oktober 2016 nicht mehr. Dabei schrumpften die Ausfuhren nach China etwa doppelt so stark.

Das hängt mit den Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie einer generellen Konjunkturschwäche im Reich der Mitte zusammen. Aufs Gesamtjahr gesehen verzeichnete Japan ein Handelsdefizit von 3,3 Billionen Yen mit seinem größten Handelspartner China.

Überschuss mit USA

Dank mehr Aufträgen vor allem von Maschinen für die Halbleiterindustrie stiegen Japans China-Exporte auf einen Rekord. Gegenüber dem übrigen Asien erwirtschaftete Japan einen Überschuss von 5,5 Billionen Yen, während im Europa-Handel ein Defizit von 487,5 Milliarden Yen anfiel.

Im Handel mit den USA kam es unterm Strich zu einem Überschuss von 6,45 Billionen Yen. Das war leicht niedriger als im Vorjahr, weil weniger Automobile exportiert und mehr Flugzeugteile importiert wurden. Das dürfte US-Präsident Donald Trump jedoch nicht davon abbringen, den Überschuss weiter zu drücken.

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