Tokio (JAPANMARKT) – Nissan fährt in Europa mit dem batteriegetriebenen Elektroauto Leaf weiter vorne weg. Auch 2018 war das Modell der Marktführer.

Spitzenmarkt Norwegen

Europas Konsumenten stellen sich langsam auf die Elektromobilität ein. Im abgelaufenen Jahr verkaufte Nissan nach eigenen Angaben mehr als 40.000 Leaf-Fahrzeuge auf dem europäischen Kontinent und in Großbritannien.

Als Spitzenmarkt kristallisierte sich erneut Norwegen heraus, das früher als andere Nationen den Einsatz von Elektroautos gefördert hat. Dort setzte Nissan über 12.000 Leaf ab. Seit dem Verkaufsstart vor knapp neun Jahren wurde dieses Elektroauto weltweit insgesamt über 380.000 Mal verkauft.

Seit damals hat sich der Wettbewerb jedoch immer weiter verschärft. Zuerst brachte Tesla mit dem Modell 3 ein Elektroauto, das im Preis und in der Reichweite direkt mit dem Leaf konkurriert. Allerdings läuft die Produktion von Tesla nur langsam an.

Zunehmende Konkurrenz

Nun bringen auch die großen Autobauer eigene rein batteriegetriebene Elektroautos auf den Markt. Deutscher Pionier war BMW, jetzt zieht Volkswagen massiv nach. Auf den Verlust der Alleinstellung reagiert Nissan mit verbesserten Leaf-Modellen, die ab dem Sommer in Europa angeboten werden.

Der Nissan Leaf e+ 3.Zero verfügt über eine Batteriekapazität von 40 Kilowattstunden (kWh). Eine Limited Edition dieses Modells weist eine Akku-Leistung von 62 kWh auf. Dies ermöglicht eine Reichweite von rund 270 beziehungsweise rund 385 Kilometern mit einer Ladung.

Ken Ramirez, Vertriebschef von Nissan für Europa, zeigte sich optimistisch, dass der Leaf sich auch in dem verschärften Marktumfeld durchsetzen wird. Tatsächlich hat der japanische Autobauer als Pionier für Elektromobilität mehr Erfahrungen gesammelt als die später gestarteten Wettbewerber.

Foto: Leaf (Nissan)