Tokio (JAPANMARKT) – Die Regierung der japanischen Hauptstadt hat ihren Plan für das Gelände des bisherigen Fischmarktes verkündet. Die Ideen sind nicht besonders ausgereift.

Sanierung und Verpachtung

Der berühmte Fischmarkt hat seinen alten Standort auf einem Filetgrundstück nahe der Einkaufsmeile Ginza und mit direktem Zugang zur Bucht von Tokio verlassen. Wegen ihrer Lage dürfte die 23 Hektar große Immobilie, etwa so groß wie 32 Fußballfelder, sehr wertvoll sein.

Statt eines Verkaufs ist jedoch geplant, das Grundstück für längere Zeit für kommerzielle und touristische Zwecke an die Privatwirtschaft zu verpachten und gleichzeitig die Sanierung schrittweise fortzusetzen.

Jetzt haben hochrangige Verwaltungsbeamte der Stadtregierung und verschiedener Stadtbezirke einen Sanierungsplan für das Gebiet entworfen. Laut japanischen Medienberichten sind ein Konferenz- und Tagungszentrum, ein Luxushotel sowie eine Flanierzone mit Restaurants und Docks vorgesehen.

Mangel an Konferenzzentren

Laut den Medienberichten in Japan haben Immobilienentwickler insbesondere den Mangel an Tagungs- und Konferenzzentren in Tokio beklagt. Bis zu 25 Millionen Besucher jährlich soll das umgebaute Areal einmal anziehen. Als Zeithorizont gilt 2040.

Während der Olympischen Spiele 2020 wird das bereits geräumte Gelände als Drehscheibe für den Transport von Athleten und andere Mitwirkungen genutzt. Für die Zeit danach gab es noch keine konkreten Nutzungspläne.

Zwar hatte die Tokioter Gouverneurin Yuriko Koike im Juni 2017 vorgeschlagen, einen Themenpark zu Lebensmitteln zu errichten, aber nach einem Sturm der Entrüstung darauf verzichtet.

Foto: Der alte Fischmarkt vor dem Umzug (© Martin Fritz)