Tokio (JAPANMARKT) – Zwei bekannte Konzerne haben ausländische Praktikanten schlecht behandelt. Ihre harte Bestrafung hat politische Signalwirkung.

Panasonic und Mitsubishi

136 ausländische Arbeitnehmer, die im Rahmen des Programms für technische Trainees eigentlich zur Weiterbildung nach Japan gekommen waren, sind von ihren vier Arbeitgebern falsch behandelt worden. Darunter waren 27 Arbeiter aus den Philipinien in einer Fabrik von Mitsubishi Motors in der Präfektur Aichi in der Stadt Okazaki sowie 82 Chinesen und Malaysier in einer Fabrik von Panasonic in Tonami, Präfektur Toyama, die übrigen Arbeiter verteilen sich auf zwei kleine Unternehmen.

Mitsubishi Motors hatte den Praktikanten andere Aufgaben übertragen als offiziell angegeben und Panasonic hatte die Arbeitsrechte der Trainees verletzt. Mehr Details wurden nicht angegeben. Zur Strafe ordneten das Justizministerium und das Arbeitsministerium an, dass die vier Unternehmen in den nächsten fünf Jahren keine ausländischen Arbeitskräfte beschäftigen dürfen. Das ist ein herber Rückschlag für Panasonic und Mitsubishi.

Mehr Rechte für Ausländer

Denn zum 1. April wird eine neue Visa-Kategorie für ausländische Arbeitnehmer in vierzehn ausgewählten Branchen eingeführt. Mehrere hunderttausend Ausländer sollen den Arbeitskräftemangel in diesen Wirtschaftszweigen lindern. Diese Option wird Panasonic und Mitsubishi Motors nun verwehrt.

Die Bestrafung erfolgt auf der Basis eines neuen Gesetzes vom November 2017. Damit will Japan dem Ruf entgegenwirken, dass ausländische Arbeitskräfte schlecht behandelt oder ausgebeutet werden. Denn dann muss die Inselnation befürchten, dass weniger Arbeitskräfte kommen als erhofft. Deswegen werden potenzielle Arbeitgeber mit der Strafe von einer schlechten Behandlung abgeschreckt.

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