Tokio (JAPANMARKT) – Die Geschäftszahlen der japanischen Produzenten von Konsumelektronik sind durchwachsen ausgefallen. An der Börse wurden sie bereits abgestraft.

Weniger Spielekonsolen

Die Aktie von Sony brach am Montag in Tokio um mehr als acht Prozent ein. Das war der höchste Tagesverlust seit September 2015. Zwar erhöhte der Konzern seine Jahresprognose für den Nettogewinn um knapp ein Fünftel auf 835 Milliarden Yen (6,6 Milliarden Euro). Aber der Absatz der Spielekonsole Playstation 4, ein wichtiger Gewinnträger, fiel im Weihnachtsquartal um neun Prozent auf 8,1 Millionen Stück.

Zugleich schrumpfte der Ertrag der Sparte um 14 Prozent auf 73 Milliarden Yen (579 Millionen Euro). Nun erwarten Analysten, dass Sony schon im nächsten Geschäftsjahr einen Nachfolger der aktuellen Playstation auf den Markt bringt, was mit hohen Kosten verbunden ist.

Ein zweites Sorgenkind bleibt das Geschäft mit Mobiltelefonen, das mit 15,5 Milliarden Yen das vierte Quartal in Folge in den roten Zahlen blieb. Dennoch will Sony-Chef Kenichiro Yoshida wegen der 5G-Technik die Produktion vorerst nicht aufgeben.

Verringerte Bestellungen

Am Freitag hatten Investoren auch negativ auf die Zahlen von Sony-Rivalin Nintendo reagiert. Der Betriebsgewinn des Spiele- und Konsolenherstellers aus Kyoto von 158,6 Milliarden Yen (1,3 Milliarden Euro) übertraf die Erwartungen. Aber die Absatzprognose für den Bestseller Switch wurde um drei Millionen auf 17 Millionen Einheiten gekürzt. Darauf stürzte die Aktie um 8,2 Prozent ab.

Am Dienstag wurden auch die Papiere von Panasonic verkauft. Zur Eröffnung des Handels fielen sie um mehr als vier Prozent. Wegen einer geringeren Nachfrage nach Haushaltsgeräten sowie weniger Bestellungen für Maschinen sackte das Betriebsergebnis um fast ein Fünftel auf 97,6 Milliarden Yen (775 Millionen Euro).

Im Geschäftsjahr 2018, das bis Ende März läuft, erwartet Panasonic nun einen Gewinn von 385 Milliarden Yen (3,1 Milliarden Euro). Das sind fast zehn Prozent weniger als bisher. Immerhin sorgte die Batterie-Sparte, die auch Tesla beliefert, für einen Lichtblick. Erstmals seit drei Quartalen schrieb das operative Geschäft mit 16,5 Milliarden Yen (131 Millionen Euro) schwarze Zahlen.

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