Tokio (JAPANMARKT) – Toyota senkt unerwartet den Ertragsausblick. Operativ bleibt Japans größter Autobauer jedoch auf Kurs, zumindest vorerst.

Verluste aus Beteiligungen

Statt 2,3 Billionen Yen werden zum Bilanzstichtag 31. März unter dem Strich nur noch 1,8 Billionen Yen (16 Milliarden Euro) erwartet, ein Viertel weniger als im Vorjahr. Zur Begründung verwies Toyota auf nicht realisierte Verluste aus Investitionen.

Doch die operativen Ziele für das Gesamtjahr einschließlich der Prognose für die Einnahmen wurden nicht angetastet. Bei einer Verkaufszahl von 10,55 Millionen Einheiten (+50.000 Stück) rechnet Toyota mit einem operativen Ergebnis von 2,4 Billionen Yen (19,2 Milliarden Euro) bei einem Umsatz von 29,5 Billionen Yen (236 Milliarden Euro), jeweils nahezu auf der Höhe des Vorjahres. Das entspricht einer beeindruckenden Marge von 8,1 Prozent.

Stabiles Geschäftsquartal

Diese Trends spiegeln sich auch in den Zahlen für das dritte Geschäftsquartal zwischen Oktober und Dezember wider. Der Betriebsgewinn stieg um 2,4 Milliarden Yen auf 676,1 Milliarden Yen (5,4 Milliarden Euro) und der Umsatz um 195,7 Milliarden auf 7,8 Billionen Yen (62,4 Milliarden Euro).

Netto brach der Ertrag jedoch um drastische 81 Prozent auf 180,9 Milliarden Yen ein, weil in diesem Quartal die kompletten Investitionsverluste verbucht wurden. Dadurch sackte die Nettomarge von 12,4 Prozent im Vorjahr auf 2,3 Prozent ab.

Jedoch lief das operative Geschäft in diesem Zeitraum unverändert rund. Der Markt in Nordamerika kühle sich ab, aber in China und Westeuropa lege der Absatz zu, hieß es auf der Bilanzpressekonferenz, auch wenn die Lage in China „instabil“ sei.

Starker Absatz in Asien

Der weltweite Absatz im Quartal wuchs um 2,8 Prozent auf 2,71 Millionen Stück. Zwar wurden in Nordamerika mit rund 30 Prozent Absatzanteil bei fast gleichem Ertrag wie im Vorjahr 55 000 Autos weniger verkauft. Doch wurden in Asien 60 000 mehr Fahrzeuge verkauft. Einschließlich Japan waren es 73 000 Fahrzeuge mehr.

Insbesondere in China hatte Toyota ungeachtet der ersten Schrumpfung des Gesamtmarktes seit 28 Jahren einen Lauf. Das hatten die Japaner teilweise der soliden Nachfrage nach Modellen ihrer Luxusmarke Lexus zu verdanken. 2018 steigerte sich Toyota im Reich der Mitte um 14 Prozent auf 1,47 Millionen Fahrzeuge. In diesem Jahr sollen es 1,6 Millionen Stück werden.

Foto: Toyota auf der Pariser Automesse im Oktober (Toyota)