Tokio (JAPANMARKT) – Die häufigste Beschwerde von ausländischen Touristen in Japan gilt dem Mangel an kostenlosen Zugängen zum Internet. Darauf haben Japans Bahnbetreiber bereits reagiert.

Internet überall

Bis zum Frühjahr 2020 werden praktisch alle Hochgeschwindigkeitszüge in Japan – bekannt als Shinkansen – samt ihren insgesamt 108 Bahnhöfen mit kostenlosen WLAN-Zugängen ausgestattet sein. Auch der größte U-Bahn-Betreiber Japans, Tokyo Metro, will spätestens bis zum Sommer 2020 für alle Züge nachziehen. Dies geschieht mit Blick auf Olympia 2020.

Angesichts des umfangreichen Streckennetzes und zahlreicher Züge zieht sich die technische Umsetzung dieses Projekts naturgemäß zeitlich in die Länge. Bereits seit dem Vorjahr bieten JR Central (Tokai), JR West und JR Kyushu einen kostenlosen Internetzugang an. Doch gilt dies nicht für jeden Zug. Laut Finanzzeitung Nikkei sind es derzeit auf der Hauptlinie zwischen Tokio und Osaka rund 30 Prozent der Züge.

Beschwerde wirkt

Die gute Nachricht für ausländische Touristen lautet: Anders als in vielen anderen Ländern wie Indien brauchen sie keine lokale Mobilfunknummer, um Zugang zu diesem Angeboten zu bekommen. Es reicht, eine Mail-Adresse anzugeben oder sich über ein soziales Netzwerk wie Facebook einzuloggen.

Knapp dreißig Prozent der Auslandstouristen nannten den kostenlosen Internetzugang in einer Studie der nationalen Tourismusbehörde als ein Problem ihres Japan-Aufenthaltes. Es war die am zweithäufigsten genannte Herausforderung hinter Kommunikationsproblemen mit Angestellten. Vor allem der Mangel an WLAN in Zügen wurde betont (JAPANMARKT.de berichtete).

Foto: Shinkansen (flickr/waychen_c CC BY-NC-ND 2.0)