Tokio (JAPANMARKT) – Siemens-Chef Joe Kaeser hat den Vorsitz des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft übernommen. Das nächste APA-Treffen findet 2020 in Tokio statt.

Festakt zur Übergabe

In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde der Stabwechsel an der APA-Spitze vom früheren Voith-Chef Hubert Lienhard zu Kaeser mit einem Festakt im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin vollzogen. Der Siemens-Chef kündigte an, die Beziehungen zu Asien generell ausbauen zu wollen.

„Immer mehr bestimmt Geopolitik auch die Geoökonomie“, erklärte Kaeser. „Asien und vor allem China haben dabei eine wichtige Rolle, deren Bedeutung in Zukunft noch ansteigen wird. Dabei nimmt besonders der Dialog mit China über zentrale Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit eine Schlüsselrolle ein.“

Deutsches Asien-Sprachrohr

Der APA sei das etablierte gemeinsame Sprachrohr der deutschen Wirtschaft in Asien und für Asien, fügte der neue APA-Chef hinzu. Es gelte mehr denn je, mit einer einheitlichen und starken Stimme zu sprechen. „In diesen bewegten Zeiten müssen wir unsere Positionen überall in Asien, nicht nur in China, selbstbewusst vertreten und die Beziehungen ausbauen.“

Dabei hob Kaeser ausdrücklich die Bedeutung des Multilateralismus für die deutschen Außenwirtschaftsbeziehungen hervor. „Deutschland steht wie kaum ein anderes Land für offenen und fairen Handel. In einer von Globalisierung und Digitalisierung geprägten Welt sollten Nationalismus, Protektionismus und Alleingänge keinen Raum haben“, sagte Kaeser.

Lob für Vorgänger und Kanzlerin

Der neue APA-Vorsitzende lobte seinen Vorgänger Lienhard für seine herausragende Leistung an der Spitze der deutschen Asien-Wirtschaft. „Er hat in seiner Amtszeit gegenüber Asien den Dreiklang aus Partnerschaft, Gleichbehandlung und nachhaltiger Entwicklung geprägt und es geschafft, dass insbesondere die Forderung nach Gleichbehandlung mittlerweile auch ein Credo der deutschen Politik gegenüber China geworden ist“, erklärte Kaeser.

Lienhard hatte den Asien-Pazifik-Ausschuss fünf Jahre lang geführt. „In dieser Zeit haben wir unsere Positionierung gegenüber der wichtigsten Wachstumsregion der Welt in vielen Bereichen neu justiert“, sagte der scheidende APA-Chef. Lienhard und Kaeser würdigen die Anwesenheit der Bundeskanzlerin bei der Amtsübergabe und nannten den engen Austausch des APA mit der Bundesregierung einen wichtigen Pfeiler für den Erfolg der deutsch-asiatischen Wirtschaftsbeziehungen.

Über den APA

Der Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist das Sprachrohr der deutschen Asienwirtschaft im Dialog mit der Politik in Deutschland und in den asiatisch-pazifischen Partnerländern. Der APA bündelt die asienbezogenen wirtschaftspolitischen Interessen deutscher Unternehmen.

Angestrebt werden die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Ländern der Asien-Pazifik-Region und die Förderung von Handel und Investitionen in beide Richtungen. Der Vorsitzende des APA wird aus dem Kreis der APA-Mitgliedsunternehmen durch die Präsidenten der APA-Trägerverbände BDI, DIHK, OAV, BGA und Bankenverband ernannt.

Foto: AHK Japan