Tokio (JAPANMARKT) – Das Japan-Geschäft des Unterkunftsvermittlers Airbnb hat sich vom Regulierungsschock des Vorjahres erholt. Zugleich wurde die Strategie geändert.

Einbruch durch Regulierung

Auf der Airbnb-Plattform für Japan werden derzeit rund 41.000 Zimmer, Wohnungen und andere Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Das sind rund zwei Drittel der 63.000 Angebote vor dem Juni 2018, als ein neues Gesetz das Geschäft von Airbnb und anderen Vermittlern von Privatunterkünften neu regelte.

Damals wurden 80 Prozent aller Airbnb-Angebote zurückgezogen, weil die Gastgeber die neuen Anforderungen entweder nicht erfüllen konnten oder wollten. So sind durch das Gesetz nicht mehr als 180 Vermietungstage pro Jahr möglich. Dazu kamen kommunale und regionale Einschränkungen.

Außerdem müssen Hygiene- und Brandschutzvorschriften eingehalten werden. Wer selbst nicht in der Unterkunft lebt, muss sie professionell reinigen lassen. Bei der Übergabe müssen die Vermieter persönlich anwesend sein. Bei Nichtbeachtung der zahlreichen Vorschriften drohen Geld- und sogar Gefängnisstrafen.

Fokus auf Profi-Anbieter

Vor diesem Hintergrund hat Airbnb in Japan die Expansionsstrategie leicht geändert. Zum einen wurden potenzielle Vermieter über zahlreiche Kanäle explizit angeworben und in ihrem Registrierungsprozess unterstützt. Allein dafür wurden 30 Millionen Dollar ausgegeben.

Zum anderen listet Airbnb jetzt auch Zimmer in Hotels, Gasthäusern und traditionellen japanischen Pensionen. Die Zahl dieser Angebote ist bereits auf 5.400 gewachsen. Dennoch ist die Auslastung der angebotenen Unterkünfte laut einem Bericht der Finanzzeitung Nikkei leicht gesunken.

Foto: Luxusunterkunft auf Airbnb Japan (Airbnb)