Tokio (JAPANMARKT) – Airbus will die Produktion des Riesenfliegers A380 einstellen. Doch Japans größte Fluglinie hat für die Maschinen eine spezielle Aufgabe gefunden.

Flüge nach Honolulu

Ab 24. Mai fliegt ANA drei Mal die Woche von Tokio nach Honolulu und setzt dafür einen A380 mit 520 Sitzplätzen ein. Zwei weitere A380 werden gemäß einem Bericht des Finanzdienstes Bloomberg ab August zwischen Japan und Hawaii eingesetzt.

Derzeit schlägt ANA die Werbetrommel für diesen neuen Zubringerdienst. Die Außenhülle der Maschine wurde extra im Stil einer Seeschildkröte aus Hawaii bemalt (siehe Bild). Die Zahl der Reservierungen soll 40 Prozent über dem Vorjahr liegen.

Die japanische Fluggesellschaft will mit Hilfe der europäischen Riesenflieger dem Konkurrenten JAL Marktanteile abnehmen. Laut Bloomberg gehören die Hawaii-Routen zu den wenigen, auf denen der Konkurrent Japan Airlines vor ANA liegt.

Kampf um Marktanteile

In konkreten Zahlen: JAL gehört ein Drittel des Flugmarktes nach Hawaii, wohl das beliebteste Reiseziel der Japaner. Dagegen kommt ANA nur auf rund ein Siebtel. Die Herausforderung: JAL hat Hawaiian Airlines im Vorjahr als Partner gewonnen und fliegt direkt Kona auf Big Island sowie Honolulu auch von Osaka und Nagoya an.

Deswegen will ANA alle drei A380 ihrer Flotte für die Honolulu-Flüge verwenden. Die ersten Einsätze standen bereits 2016 statt. Aber eine stärkere Nutzung der A380 ermöglicht den Verkauf von mehr Sitzen in der First- und Business-Class. Denn Japaner geben auf ihren Hawaii-Reisen traditionell viel Geld aus.

Foto: ANA-A380 im Hawaii-Design (© Airbus)