Tokio (JAPANMARKT) – Fujifilm kauft für knapp 800 Millionen Euro in bar einen Produktionsstandort von Biogen in Dänemark. Das soll das Wachstum des eigenen Pharma-Geschäfts in Europa fördern.

Fabrik in Dänemark

Der Deal betrifft eine Fertigungsstätte von Biogen im dänischen Hilleröd. Dort stehen sechs Bioreaktoren mit 15.000 Liter Volumen, um Biopharmaka aus Zellkultur herzustellen. Dadurch kann Fujifilm als Auftragsfertiger tätig werden. Die 800 Mitarbeiter in Dänemark werden übernommen.

„Diese bedeutende Investition zeigt unser anhaltendes Engagement, durch die Bündelung der Ressourcen von Biogen Hilleröd und Fujifilm zu einem Branchenführer zu werden“, sagte Shigetaka Komori, Chairman und CEO von Fujifilm. Unter anderem würden die Japaner in Hillerid das Multiple-Sklerose-Medikament Tysabri für Biogen herstellen.

Höheres Wachstum

Fujifilm wurde als Hersteller von Filmen groß und expandierte dann in das Geschäft mit Fotokopierern. Durch ein weltweites Joint Venture mit Xerox gehören die Japaner zu den wichtigen Playern auf diesem Markt. Doch das Geschäft mit dieser Bildtechnik wuchs in den letzten neun Monaten nur um zwei Prozent, während die junge Pharmasparte um elf Prozent zulegte.

Erst im vergangenen Jahr haben die Japaner zwei Biotechnologie-Einheiten von JXTG für rund 700 Millionen Euro übernommen. In der Sparte für Gesundheit verfolgt Fujifilm das Ziel, Projekte von der präklinischen Phase bis zur Kommerzialisierung mit erstklassigen Anlagen zu unterstützen, die jede notwendige Produktionsmenge liefern können.

Foto: Open Innovation Hub im niederländischen Tilburg (Fujifilm Europe)