Tokio (JAPANMARKT) – Die Vermögensverwaltung Nikko AM eröffnet ihre erste Niederlassung in Deutschland. Das Fondshaus liefert eine interessante Begründung.

Deutsche Nachfrage

Mit der Eröffnung des Standorts in der Skyper Villa im Bankenviertel von Frankfurt reagiert der japanische Vermögensverwalter nach eigenen Angaben auf die gestiegene Nachfrage nach maßgeschneiderten asiatisch-pazifischen Investmentlösungen im deutschsprachigen Raum. Ein naheliegender Zusammenhang mit dem Brexit wurde nicht hergestellt.

„Wir beobachten seit einiger Zeit ein großes Interesse an unserer Kombination aus individuellen asiatischen Investmentstrategien und unserer globalen Perspektive“, erklärte John Howland-Jackson, CEO EMEA. Die deutsche Niederlassung ermögliche Nikko eine intensivere und unmittelbarere Betreuung institutioneller Investoren im deutschsprachigen Europa.

Institutionelle Anleger

Für das deutschsprachige Kundengeschäft wurde bereits 2018 Michael Steiner als Business Development Director gewonnen. Vor seiner Tätigkeit bei Nikko AM bekleidete Steiner seit mehr als 20 Jahren ähnliche Positionen bei großen deutschen Banken und internationalen Vermögensverwaltern, darunter Citigroup Asset Management, LGT Group, Investec Asset Management und Generali Investments.

Für die Eröffnung der neuen Filiale hat Nikko nach eigenen Angaben ihre Produktpalette an den deutschsprachigen Markt angepasst. „Angesichts des wachsenden Interesses an unseren japanischen und asiatischen Strategien freue ich mich auf die engere Zusammenarbeit mit unseren deutschsprachigen Kunden“, sagte Michael Steiner.

Die Gründung von Nikko erfolgte vor 60 Jahren, 1984 folgte eine Niederlassung in New York, 1987 in London und 1990 in Singapur. In London sind internationalen Teams für Global Equity und Global Fixed Income angesiedelt. Per Ende 2018 verwalteten 864 Mitarbeiter ein Vermögen von 202 Milliarden Dollar, davon rund 56 Prozent in Aktien.  

Foto: Nikko-Niederlassungschef Michael Steiner (Nikko AM)