Tokio (JAPANMARKT) – Japans Regierung hat Regeln für die geplanten Kasino-Komplexe erlassen. Darin kommt der Übernachtung eine besondere Rolle zu.

Gewaltige Hotels

Laut dem Kabinettsbeschluss sollen die Hotels innerhalb dieser Integrierten Resorts, wie die Kasino-Komplexe offiziell heißen, mindestens 100.000 Quadratmeter für Zimmer aufweisen. Als Beispiel wurden 2.000 Standardzimmer mit 40 Quadratmeter und 500 Suiten mit 70 Quadratmeter Größe genannt.

Mit dem luxuriösen Raumangebot in hoher Kapazität will man möglichst viele wohlhabende ausländische Touristen direkt in die Resorts locken. Normalerweise haben Luxushotels viel mehr Standardzimmer als Suiten und bieten häufig weniger als 40 Quadratmeter an. Die japanische Zielvorgabe orientiert sich an ausländischen Kasinokomplexen in Singapur und Macao.

Kleine Kasinofläche

Gleichzeitig versucht die Regierung sicherzustellen, dass die Resorts nicht nur Glücksspieler anziehen werden. Deswegen wurde der Anteil des Kasinos an der Gesamtfläche des Resorts ebenfalls nach ausländischem Vorbild auf drei Prozent begrenzt. Außerdem darf dafür nur in internationalen Flughäfen und Terminals für Kreuzfahrtschiffen geworben werden.

Das erste von drei geplanten Integrierten Resorts wird voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2024 eröffnen. Neben Hotels und dem Kasino gehören zu den Komplexen ein Konferenz- und Ausstellungszentrum sowie Einkaufsmöglichkeiten. Bisher gibt es dafür laut einer Umfrage von Kyodo News auch nur drei Bewerber – die Präfekturen Osaka, Wakayama und Nagasaki. Tokio ist nicht dabei, um die ohnehin vorhandene Überzentralisierung nicht zu verschärfen.

Foto: Glücksspielerparadies Macao (Pxhere CC0)