Tokio (JAPANMARKT) – Japans Konjunktur stabilisiert sich, das Wachstum bleibt aber eher schwach. Am Arbeitsmarkt geht es noch knapper zu.

Höhere Produktion

Nach drei Monaten des Rückgangs erholte sich die Industrieproduktion im Februar um 1,4 Prozent zum Vormonat. Das war etwas mehr als erwartet. Jedoch wurde das Minus im Januar von 3,7 Prozent auf 3,4 Prozent revidiert. Vor allem der Autosektor trug zum Wachstum bei, während die Elektronikindustrie mehr Hableiter und Bildschirme erzeugte. Dies wird auf eine stärkere Auslandsnachfrage zurückgeführt.

Das Wirtschaftsministerium METI blieb bei seiner Einschätzung von Januar, dass die Produktion „pausiere“. Im März soll der Fabrikausstoß laut der METI-Umfrage um 0,4 Prozent zum Vormonat steigen. Dies bedeutet laut Chefökonom Hiromichi Shirakawa von Credit Suisse recht sicher, dass die Industrie im ersten Vierteljahr weniger produzierte als im Schlussquartal 2018.

Weniger Arbeitslose

Die saisonal bereinigte Arbeitslosenquote fiel im Februar unerwartet um 0,2 Punkte zum Vormonat auf 2,3 Prozent, so niedrig wie vor neun Monaten und nahe einem 26-Jahres-Tief. Die Zahl der offenen Stellen je 100 Bewerber verharrte auf 163. Zugleich stieg die Erwerbsquote um 1,2 Punkte zum Vorjahr auf 77,2 Prozent. Die Erwerbsquote der Frauen erreichte den Rekord von 70,2 Prozent. Bei den Männern verharrte die Quote knapp unter dem historischen Hoch von 84,6 Prozent.

Über die Aussichten für den Arbeitsmarkt herrscht Uneinigkeit: Trotz der Konjunkturschwäche würden die Unternehmen ihre Mitarbeiter weiter beschäftigen. Dagegen gibt es auch Stimmen, die im Hinblick auf die Erhöhung der Verbrauchssteuer im Oktober mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen.

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