Tokio (JAPANMARKT) – Der Volkswagen-Konkurrent Toyota will den Gewinn wieder steigern, allerdings weniger kräftig als erwartet. Dafür will man vor allem Kosten einsparen.

Kosten einsparen

Der Nettoertrag im neuen Geschäftsjahr soll mit dem Bilanzstichtag 31. März 2020 um 19,5 Prozent auf 2,25 Billionen Yen (18 Milliarden Euro) wachsen. „Wir haben unsere Kosten nicht ausreichend gesenkt“, räumte Finanzvorstand Koji Kobayashi vor Journalisten ein. Dafür müsse man neue Wege finden. Die Vorhersage liegt unter dem Ausblick der Analysten. Allerdings gibt sich Toyota am Jahresanfang traditionell vorsichtig

Im abgelaufenen Jahr war der Ertrag unterm Strich um 24,5 Prozent auf 1,88 Billionen Yen geschrumpft. Dafür machte Vorstand Masayoshi Shirayanagi Sonderfaktoren verantwortlich. Konkret nannte er die Schwäche am Aktienmarkt und Verluste mit Aktieninvestitionen. Deswegen hatte der Autobauer im Februar eine Gewinnwarnung herausgegeben.

Beim operativen Ertrag für 2019 erwartet Toyota lediglich einen Anstieg um 3,3 Prozent auf 2,55 Billionen Yen (20,6 Milliarden Euro). Zugleich sagt der japanische Branchenführer einen kleinen Rückgang bei den Einnahmen um 0,7 Prozent auf 30 Billionen Yen (241 Milliarden Euro) vorher. Im abgelaufenen Jahr war Toyota als erstem Konzern in Japan erstmals ein Umsatz über dieser runden Marke gelungen.

Absatz soll steigen

Zur Toyota-Gruppe gehören noch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino. Ihr gemeinsamer Absatz soll 2019 um 1,3 Prozent auf 10,74 Millionen Stück zunehmen. Das wäre ein Rekord, jedoch weniger als die Verkaufszahl von Weltmarktführer Volkswagen von 10,83 Millionen Stück im Jahr 2018.

China entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zum neuen Highlight. Dort wuchs der Absatz gegen den Abwärtstrend im Markt um 14,2 Prozent auf 1,49 Millionen Fahrzeuge, während der Betriebsgewinn um 21,3 Milliarden Yen zulegte. m neuen Geschäftsjahr gehört China jedoch zu den Sorgenkindern.

Auf der Automesse in Shanghai stellten die Japaner ihre ersten batteriegetriebenen Elektroautos vor. Zugleich investiert Toyota mit Partner SAIC 17 Milliarden Yuan (2,2 Milliarden Euro) in eine gemeinsame Fabrik mit einer Kapazität von 300.000 Elektroautos. Auf diese Weise will man die vorgeschriebene Quote an elektrischen Fahrzeugen erfüllen.

Foto: Toyota