Tokio (JAPANMARKT) – Die japanische Softbank Group, der größte Technologie-Investor weltweit, verzeichnete auf Jahressicht einen Gewinnsprung. Ein wichtiger Treiber ist die Investition in den Fahrdienstvermittler Uber.

Gewinn steigt stark

Die Softbank Group hat ihren operativen Gewinn im Geschäftsjahr 2018 (bis 31.3.19) um 80,5 Prozent auf 2,4 Billionen Yen (19 Milliarden Euro) gesteigert. Etwas mehr als die Hälfte davon ging auf das Konto ihres 98,6 Milliarden Dollar schweren Softbank Vision Fund.

Der Wandel von einem Mobilfunkanbieter zu einer Dachgesellschaft für Technologie-Investitionen hat sich für Masayoshi Son, Gründer und CEO der Softbank Group, ausgezahlt. Der Vision Fund investierte 60,1 Milliarden Dollar in 69 Unternehmen, deren Gesamtwert zu Ende März auf 72,3 Milliarden Dollar gestiegen ist.

Uber zahlt sich aus

Unterm Strich nahm der bilanzierte Wert von 29 Unternehmen zu, während er bei 12 Beteiligungen schrumpfte. Unter den Gewinnern war das Pharma-Start-up Guardiant Health mit einem Plus von 203,4 Milliarden Yen, während der Verkauf des Anteils an Nvidia einen Verlust von 222,6 Milliarden Yen verursachte.

Allein der Anteil von 16 Prozent an dem Fahrdienstvermittler Uber Technologies verzeichnete einen Wertsprung um 418 Milliarden Yen (3,4 Milliarden Euro). De facto hat Softbank damit die Zugewinne aus dem Börsengang von Uber am Freitag bereits verbucht, falls die Aktie danach nicht mehr steigt. Nach Angaben von Son kontrolliert sein Vision Fund 90 Prozent des globalen Marktes für Fahrdienstvermittler.

Foto: Softbank (Wikipedia CC BY-SA 4.0)