Tokio (JAPANMARKT) – Mit ihrem ersten Hollywood-Film „Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu“, der seit Donnerstag in den Kinos ist, gewinnen die Pokémon neue Fans. Bisher haben die putzigen Tierchen vom Gameboy bis zum Smartphone noch jede technische Evolution überlebt.

Unverwüstliche Taschenmonster

Taschenmonster und kein Ende – ein Hollywood-Film mit einem dank „Motion-Capture-Verfahren“ vermenschlichten „Meisterdetektiv“ Pikachu, 21 japanische Zeichentrickfilme und mehr als 1000 TV-Episoden haben seit Februar 1996 die Welt von Kindern und Erwachsenen bereichert. Die Pokémon – kurz für „Pocket Monster“ – sind so bekannt wie Mickey Maus und Harry Potter, obwohl es sich um rein digitale Kreationen handelt.

Das Erfolgsrezept der Videospiele mit Pokemon, die nur auf Nintendo-Konsolen laufen, ist ziemlich schlicht: Die Spieler fangen die tierähnlichen Wesen ein, trainieren sie und lassen sie in einer Arena gegeneinander kämpfen. Der Trainer findet alle Monster einer Region, um der beste Wettkämpfer in seinem Gebiet zu werden. Die quietschbunte Welt der Pokéarten, von anfangs 151 inzwischen auf weit über 800 gewachsen, verbreitete sich über Sammelkarten, die das Taschengeld zahlloser Kinder aufzehrten, in die ganze Welt.

Pikachu als Meisterdetektiv

Die Vorgeschichte erklärt den weltweiten Hype für „Pokémon GO“ seit 2016. Mit dieser Smartphone-App lassen sich virtuelle Taschenmonster finden, die bei eingeschalteter Kamera live in das Bild eingeblendet werden. Der Favorit der User bei diesem ersten weltweit erfolgreichen Spiel mit „erweiterter Realität“ war – wie immer – Pikachu, geliebt wegen Apfelbäckchen, Knopfaugen, knallgelber Farbe und blitzförmigem Schwanz.

Heute ist Pokémon eine der erfolgreichsten digitalen Marken der Welt. The Pokémon Company, die Gemeinschaftsfirma von Nintendo und den Spieleschmieden Game Freak und Creatures, beziffert den Weltmarkt auf über 48 Milliarden Euro, dank zahlloser Lizenzen für Merchandising von Bettwäsche über Postern bis Schreibheften. Aber damit ist der globale Siegeszug der Monster sicher noch nicht beendet. Dafür sorgt jetzt der erste Hollywood-Film über die Pokémon.

Foto: Pikachu (Pixabay CC0)