Tokio (JAPANMARKT) – Ein Arbeitsaufenthalt in Japan zahlt sich für ausländische Manager aus. So gut bezahlt wie dort werden sie nirgendwo in Asien.

Aufstieg von Japan

Laut den jüngsten Daten des Beratungsunternehmens ECA International beläuft sich das Gehaltspaket für ausländische Manager auf mittlerer Ebene in Japan auf 386.451 Dollar im Jahr. Darin sind Zahlungen für die Unterkunft sowie die Kosten von internationalen Schulen enthalten.

Das ist deutlich mehr als in China, Indien, Thailand, Singapur und Vietnam, die anderen beliebten Expatriate-Standorten in Asien. Im internationalen Vergleich können ausländische Manager nur in Großbritannien mehr verdienen, nämlich 421.798 Dollar im Jahr.

Keine Anreize für Singapur

In Indien verdienten Mittel-Manager im Schnitt 299.728 Dollar und in Hongkong 276.417 Dollar. Zum Vergleich: In den USA konnten solche Manager 250.028 Dollar und in Australien 266.848 Dollar im Jahresverlauf einstreichen.

Den neunten und damit relativ niedrigen Platz von Singapur erklärte der Finanzdienst Bloomberg damit, dass der Stadtstaat wegen niedriger Steuern und guter Lebensqualität ohnehin bei ausländischen Managern gefragt sei.

Steigende Gehälter

Den Aufstieg von Japan begründete das Beratungsunternehmen mit der Aufwertung des Yen sowie den gestiegenen Mieten. Zugleich passt dies zu einem generellen Aufwärtstrend für die Gehälter von japanischen sowie ausländischen Managern im Land.

So erhielten im abgelaufenen 731 Manager in Japan über 100 Millionen Yen (813.000 Euro), so viele wie nie. Unter den zehn Top-Verdienern waren sechs Ausländer – von Joseph Michael DePinto bei Seven&I Holdings mit 2,4 Milliarden Yen (19,5 Millionen Euro) bis Didier Leroy bei Toyota mit 1,02 Milliarden Yen (8,3 Millionen Euro).

Foto oben: Pixabay CC0; Grafik: © ECA International