Tokio (JAPANMARKT) – Die Industrie produziert mehr, die Arbeitslosenquote sinkt. Im April scheint sich Japans Wirtschaft stabilisiert zu haben.

Schwacher März

Nach dem schwachen März ging es bei der Industrieproduktion im vergangenen Monat wieder aufwärts. Zum Vormonat erhöhten die Fabriken ihren Ausstoß um 0,6 Prozent. Im März war die Industrieproduktion im gleichen Umfang geschrumpft.

Die monatliche Veränderung des Fabrikausstoßes schwankt traditionell stark. Im April könnten die Daten diesmal durch Vorzieheffekte infolge der Sonderfeiertage für den Wechsel auf dem Kaiserthron Anfang Mai beeinflusst worden sein.

Das würde bedeuten, dass die Industrie im Mai als Folge der Feiertage bis einschließlich 6. Mai entsprechend weniger hergestellt hat. Anders gesagt: Die Erholung im April liefert Analysten keinen Grund, ihre vorsichtige Bewertung der Konjunkturlage in Japan zu korrigieren.

Weniger Arbeitslose

Die größte Konjunkturbremse bleiben die Exporte, die vor allem unter dem Handelsstreit zwischen China und den USA sowie der schwächeren Konjunktur in China leiden. Im April waren sie um 2,4 Prozent zum Vorjahr stärker als erwartet gesunken.

Unterdessen ging die Arbeitslosenquote im April um 0,1 Punkte zum Vorjahr auf 2,4 Prozent zurück. Der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung (zwischen 15 und 64 Jahren) stieg bei den Männern auf 84 Prozent und den Frauen auf den Rekordwert von 70,6 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen fiel um 60.000 zum Vormonat auf 1,68 Millionen. Jedoch blieb das Verhältnis zwischen Arbeitssuchenden und Stellenangeboten im Vergleich zum März gleich: Auf 100 Jobsucher kamen wie zuvor 163 offene Stellen.

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